Zum Bericht „So werden Schadstoffwerte hochgetrickst“ (Wirtschaft) und dem Kommentar „Unzulässige Zahlenspiele“ von Martin Prem:
Ich konnte es fast nicht glauben, dass Deutschland wieder einmal der Musterknabe sein will und deshalb durch Nichtbeachtung von EU-Vorschriften in Bezug auf die Platzierung der Messstandorte die Schadstoffwerte im EU-weiten Vergleich manipuliert, das heißt: hochtrickst. Dies spielt natürlich dem Klub für Grenzwertfetischisten mit Schadstoffpsychose „Deutsche Umwelthilfe“, dem von Toyota mitfinanzierten „Spendensammel- und Abmahnverein“ in die Hände. Man muss sich fragen, welche deutschen Politiker hier ihre Hände im Spiel haben. Man könnte sich durchaus vorstellen, dass vielleicht grüne Öko-Pioniere und Autohasser maßgeblich beteiligt sind. Ich hoffe, dass die im Leipziger BVG-Urteil enthaltene Empfehlung, die Luftreinhaltepläne auf ihre Verhältnismäßigkeit zu prüfen, zu besonnener Anwendung von Fahrverboten führen wird. Andernfalls ist mit einer Prozessflut zu rechnen, die sich die betroffenen Kommunen sicher nicht wünschen. Als Nächstes wird die selbst ernannte „Umwelthilfe“ die Benziner in den Blick nehmen, weil es bekanntlich auch in Bezug auf den CO2-Ausstoß Anlass zu Beschränkungen gäbe. Die permanente Empfehlung eines Umstiegs auf Elektrofahrzeuge birgt übrigens auch das Risiko in sich, dass diese Technik unter Berücksichtigung der miserablen Ökobilanz ebenfalls in Ungnade fällt. Also am besten verabschieden wir uns von Deutschlands liebstem Kind – dem Automobil – und zerstören einen der wichtigsten Industriezweige unserer Wirtschaft zum Wohle unserer Gesundheit.
Ulrich Huber
Staudach-Egerndach
Aha, jetzt haben der Merkur und die Bildzeitung also den Schuldigen der unseligen Dieselaffäre ausgemacht: Das Umweltbundesamt. Schon in alter Zeit hat man dem Überbringer der schlechten Nachricht seinen Kopf vor die Füße gelegt, während die Verursacher unbehelligt blieben. Scheint so, als hätte sich da nichts geändert, die verantwortlichen Firmen will man schließlich nicht damit belasten, sie haben doch nur ein bisschen mit den Abgaswerten „geschummelt“. Die niedliche Bezeichnung „Schummelsoftware“ klingt nach Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen, doch dahinter versteckt sich tatsächlich knallharter Betrug. Die Politik sorgt sich jetzt sehr um unser aller Gesundheit und streitet halbherzig über Lösungen, wobei die Millionen entgangener Steuereinnahmen schamhaft verschwiegen werden. Sogar die Kanzlerin will das Problem jetzt „priorisieren“ da der NOx-Ausstoß nicht gerade ein Jungbrunnen ist, wie es so schön in dem Kommentar geschrieben steht. Ja, lassen Sie sich ruhig Zeit Frau Kanzlerin Merkel, Sie sind doch erst zwölf Jahre im Amt und schließlich liegt doch in der Ruhe die Kraft. Wir husten derweil weiter.
Angela Kind
Prien