Jens Spahn sägt am Ast

von Redaktion

Zum Kommentar „Es geht schon los“ und zu den Leserbriefen „Viele sind auf die Tafel angewiesen“:

Für seine Aussagen „Mit Hartz IV hat jeder das, was es zum Leben braucht. Hartz IV bedeutet nicht Armut“ und „Wir haben eins der besten Sozialsysteme der Welt“ wurde Jens Spahn zu recht gescholten! Denn alle Aussagen sind eines Politikers und Gesundheitsministers nicht nur unwürdig, sondern auch überheblich. Wer 9700 Euro im Monat bekommt, von verdienen kann man nicht reden, ist weit weg von der Hartz-IV-Realität. Wenn wir eins der besten Sozialsysteme haben, ist Hartz IV unwürdig! Der Minister sollte einmal für sechs Monate von Hartz IV leben, in einem entsprechenden Stadtviertel, ohne die Annehmlichkeiten eines Ministers, aber mit Hilfe der Tafel! Die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung dürfen sich auf den neuen Gesundheitsminister freuen, zieht doch jetzt endlich die notwendige soziale Kälte in das System ein. Herr Fraundorfer schreibt in seinem Leserbrief, dass er die Hoffnung hegt, der neue Sozial- und Arbeitsminister Hubertus Heil sei sozialer als seine Vorgänger. Da wird seine Hoffnung enttäuscht werden. Reformen der Rentenversicherung nach dem Parteiprogramm der SPD: „Wir wollen die Rentenversicherung in eine Erwerbstätigenversicherung umbauen“ (Kap. 3.7), bekommt er allein auf Grund der Widerstände in seiner Partei nicht hin. Und so bleibt Altersarmut weiterhin ein Thema!

Holger Mairoll

Kolbermoor

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