Kein Koalitionsvertrag für die kleinen Leute

von Redaktion

Zum Bericht „Zeit für Merkel 4.0“ (Politikteil):

Nun ist er also unterzeichnet: „Der Koalitionsvertrag für die kleinen Leute“, wie Horst Seehofer großmundig verkündete. Ich nehme mal an, dass die versprochene Anpassung der Mütterrente eher für die „kleinen Leute“, und nicht für die „Großen“ gedacht war. Diesen dritten Rentenpunkt sollen jetzt nur die Frauen erhalten, die vor 1992 drei Kinder und mehr geboren haben. Diese Zahl wird sich bestimmt in Grenzen halten, da man zu dieser Zeit mit drei Kindern und mehr kaum berufstätig war. Die heutigen diversen Abschiebemöglichkeiten für Kinder gab es da noch nicht. Diese Frauen mussten selbst für die Erziehung und Fürsorge ihrer Kinder sorgen. Dies brachte oft eine jahrelange Unterbrechung ihrer Berufstätigkeit, damit verbunden die heutigen geringeren Frauenrenten. Diese Regelung spart dem Staat jedenfalls eine Menge Geld. Ich hoffe nur, dass möglichst viele Frauen diese Diskriminierung und Ungleichbehandlung nicht hinnehmen und lautstark ihre Stimme erheben. Außerdem verstößt dies auch noch gegen Artikel 3 des Grundgesetzes (alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich). Seehofer ist hier im Zuge des Postengeschacheres bei den Koalitionsverhandlungen vor der CDU eingebrochen, da die Anpassung der Mütterrente mit Frau Merkel und der CDU nicht zu machen war. Zu hoffen bleibt, dass Herr Seehofer mit seinem Masterplan zur Migrationspolitik in seinem neuen Amt mehr Rückgrat und Durchsetzungsvermögen beweist. Nicht dass auch er, wie viele andere schon vor ihm, unter die Dampfwalze Merkel gerät, frei nach dem Motto: „Heute wichtig – morgen nichtig!“

Edith Pitschka

Ampfing

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