Umweltfreundliche Wasserkraft

von Redaktion

Zum Artikel „Umweltsünder Wasserkraft?“ im Bayernteil:

Der Autor berichtet, dass wegen Wasserkraftwerken viele Flüsse und Bäche nicht genug Wasser führen, damit Fische darin überleben können. Ziel des Umweltministeriums, der Fischer und Naturschützer sei es daher, durch einen neuen Leitfaden die „Mindestwassermenge“ um ein Vielfaches zu erhöhen. Dies würde den Ruin für viele Wasserkraftwerke bedeuten. Diese Maßnahme ist nicht nötig, da ausreichend Mindestwasser im Mutterbett bereits durch den bestehenden und 20 Jahre bewährten „Mindestwasser-Leitfaden“ vorgeschrieben ist.

Die Vorteile der Kleinwasserkraft liegen nicht nur in der Stromproduktion. Ihre hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit tragen für die Energiewende zur Versorgungssicherheit bei. Bei Stromausfällen stehen die Anlagen für die Notstromversorgung zur Verfügung. Volks- und gemeinwirtschaftlich leisten sie wertvolle Beiträge zur Sohl-, Ufer- und Wehrstabilisierung, zum lokalen Hochwasserschutz und zur Reinigung der Gewässer von Müll, womit gleichzeitig der Staatshaushalt entlastet wird.

Die Wasserkraftbetreiber haben bei Tausenden wasserkraftgenutzten Wehren Fischtreppen errichtet. 1926 gab es in Bayern rund 12000 Wasserkraftwerke bei üppigstem Fischreichtum. Beim Fischartenrückgang spielen andere multiple zivilisatorische Störfaktoren, wie hormonelle, chemikalische und landwirtschaftliche Einträge, Verbau der Laichgewässerarme, Klimaveränderung, Nitratstoffbelastung, Kormorane oder Fischreihe eine Rolle. Die Wasserkraft ist die beständigste und sauberste erneuerbare Energieform, ihr Bestand und ihre Weiterentwicklung ist zu sichern. So liegen 95 Prozent der Bevölkerung richtig, wenn sie die Wasserkraft befürworten.

Anton Zeller

Ruhpolding

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