Zum Bericht „Saison-Aus nach einem umstrittenen Tor“ (Regionaler Sport):
Das haben sich die Eishockeyfans vor Beginn der Saison aufgrund vollmundiger Versprechungen anders vorgestellt: Bereits im Viertelfinale sind die Starbulls gegen die älteren Herren der Hannover Scorpions im letzten Auswärtsspiel mit nur einem erzielten Tor ausgeschieden. Das war eindeutig zu wenig. War nicht das Ziel die Meisterschaft und Wieder-Aufstieg in die DEL 2? Vorstand und Trainer haben ursprünglich zwei Kontingentspieler verpflichtet, die als Topspieler mit guten Referenzen gehandelt wurden, letztendlich die Erwartungen in keinster Weise erfüllten. Als man dann notgedrungen reagieren musste, war es zu spät. Wie ist so etwas in Rosenheim bei der Historie samt Netzwerkverbindungen möglich? Die beiden Neuverpflichtungen haben angedeutet, was machbar gewesen wäre. Wie es bestens funktionieren kann, zeigen Teams aus Selb und Deggendorf. Dazu ein Trainer ohne Oberliga-Erfahrung, der mit permanenten Sprüchen und Phrasen nicht bewiesen hat, dass er auch künftig eine Mannschaft in Richtung DEL führen kann oder überhaupt oberliga-tauglich ist. So manche Aufstellungen bleiben sein alleiniges Geheimnis. Eine weitere Leistung dieser Art dürfte der Zuschauer bei den relativ hohen Eintrittspreisen von 27 Euro für einen Play-off- Sitzplatz künftig mit Recht nicht mehr akzeptieren. In dem Zusammenhang schon fast symptomatisch und sehr bedauerlich ist der Abstieg der Junioren aus der DNL, die bis dato das Gerüst für die erste Mannschaft gestellt haben. Es ist angebracht, dass eine kompetente Vereinsführung schnell und effektiv das richtige Zukunftskonzept erarbeitet, um nicht langfristig das Schicksal beispielsweise eines EV Füssen zu erleiden, der komplett in der Versenkung verschwunden ist. Das wiederum wäre für die ehemalige Eishockey-Hochburg Rosenheim mit ihrer guten Nachwuchsarbeit fatal.
Rudi Seifert
Stephanskirchen