Zum Bericht „Keine Chance für Assad-Gegner“ im Politikteil sowie zur Berichterstattung über den Syrien-Konflikt:
Der Syrien-Dreiergipfel ist bestimmt keine Ruhmesehre für die drei beteiligten Präsidenten Ruhani (Iran), Erdogan (Türkei) und Putin (Russland), die sich selbst zu Schutzherrn für Syrien ernannten. Sie haben nicht einmal erreicht, dass während der Verhandlungsdauer die Kämpfe in Ghuta und Afrin eingestellt worden wären. Zynisch bemerkt PräsidentRuhani, die Zukunft von Syrien müsse das Land selbst lösen und nicht von ausländischen Regierungen bestimmt werden. Aber selbst Ruhani und die anderen zwei halten sich nicht daran, auch US-Präsident Trump mischt noch mit. Der Syrer Assad wirft skrupellos Bomben und Granatfeuer auf seine eigene Bevölkerung, ohne Rücksicht auf Verluste. Im Norden betreibt Herr Erdogan sogar eine Landoffensive mit deutschen Panzern, unter dem Vorwand, dass dies zum Schutz seines Landes nötig sei. Bei so viel Hin und Her, unter dem die syrische Zivilbevölkerung zu leiden hat, muss man sich schon fragen, wo denn da der sachliche Menschenverstand bleibt. Im bürgerlichen Leben wird Vandalismus, Zerstörung und Mord bestraft. Bei der hohen Politik und dem Terrorismus hat es so den Anschein, dass bei flächendeckender Zerstörung mit Tausenden von Toten oftmals diese Herren noch als Helden gefeiert werden. Wer versteht da die Welt noch?
Josef Fenninger sen.
Weibhausen