Zum Bericht „Neue Waffen für die Bundeswehr“ (Titelseite):
Im Oktober 2014 habe ich in einem Leserbrief im OVB geschrieben, dass ich die Berufung von Ursula von der Leyen für eine Fehlbesetzung halte. Ich schrieb damals sinngemäß: Wenn Frau Merkel eine für dieses Ministeramt völlig fachfremde Ärztin zur Ministerin macht, dann kann man auch eine OP-Schwester zum Generalinspekteur der Bundeswehr ernennen. Ich glaube, ich hatte Recht. Die gesamte Bundeswehr ist seither immer tiefer in einen katastrophalen Zustand gerutscht, was ihre Einsatzbereitschaft betrifft. Heer, Luftwaffe und Marine befinden sich in einem Rekordtief. Und die Ministerin hat die Chuzpe, erst nach über vier Jahren Amtszeit und vor diesem jetzigen Desaster eine längst überfällige Renovierung ihrer Bundeswehr mit diversen Neubeschaffungen anzukündigen. Was daraus wird – wir werden es sehen. Die Bundeskanzlerin hat alle Jahre über die offenbar total überforderte Ministerin ihre schützende Hand gehalten und wird es sicher auch weiterhin tun. Und so kann die Ärztin von der Leyen auch weiterhin an dem schwerstkranken Patienten Bundeswehr erfolglos und ungestraft herumdoktern. Ein Verteidigungsminister sollte neben seiner hohen Verantwortung für die äußere Sicherheit seines Landes über ausreichende Fachkompetenz im Militärbereich verfügen. Und daher sollte am besten eine tüchtige Persönlichkeit aus der Bundeswehr selbst als Quereinsteiger in dieses Ministeramt berufen werden (Beispiel USA). Stattdessen wurden bisher immer nur völlig fachfremde Parteifreunde im Rahmen des üblichen Postengeschiebes auf diesen Ministerposten-Stuhl (daher Schleuderstuhl) gehievt.
Gerd Höglinger
Rosenheim