Zum Bericht „Lasst uns zum Guten schauen“ im Politikteil:
Den schrecklichen Anschlag in Solingen am 29. Mai 1993 und die Gedenkfeier mit den sehr gewichtigen Worten der vielen Polit-Promis möchte ich gar nicht kommentieren.
Was mir zu denken gibt, ist die dabei völlig verdrängte Tatsache, dass Mevlüde Genc (Mutter, Großmutter der Attentatsopfer) auch nach 25 (!) Jahren in ihrer „neuen Heimat Deutschland“ nicht in der Lage ist, auch nur einen Satz in Deutsch zu sprechen.
Das scheint ein negatives Beispiel zu sein für die viel beschworene Integration auch der älteren Einwanderergeneration aus Anatolien, die sich vielfach kontaktscheu und abgeschottet in unserer Gesellschaft bewegt. Wirkliche Integration sieht da anders aus.
Gerd Höglinger
Rosenheim