Zum Asylstreit zwischen CDU und CSU (Berichterstattung im Politikteil) und zum Kommentar „Bedenke das Ende“ (Politikteil):
Ich habe den Geschäftsführer der CSU in Rosenheim angerufen, um zu sagen, wie sachlich abwegig nach der heutigen Situation am Rosenheimer Bahnhof – gegenüber der Zeit im Jahre 2015 bis Mitte des Jahres – die Flüchtlingssituation von der CSU politisch aufgeheizt wird. Die CSU soll jetzt nicht die FDP des Jahres 1963 sein, die seiner Zeit Konrad Adenauer aus dem Kanzleramt gedrängt hat. Das wäre jetzt menschlich unanständig und nach dem Stand der Diskussion um die Flüchtlingsbewegungen in der Sache nicht gerechtfertigt. Der „September 2015“ darf sich nicht wiederholen. Das ist doch einmütige Meinung von Kanzlerin und CDU. Auf Basis des gemeinsamen Wahlprogramms zur Bundestagswahl – für die CSU zusätzlich des „Bayern-Plans“ – haben die Unions-Parteien mit der SPD den Koalitionsvertrag als Grundlage zur Arbeit der jetzigen Bundesregierung vereinbart. An diesen Vertrag sollte sich die CSU auch in der öffentlichen Diskussion halten, wenngleich sie nicht gerade „Engel“ oder zu Gehorsam verpflichtete Soldaten sind. So die Feststellung von Theo Waigel – Dank dafür. Im Übrigen: Von den acht Kanzlerkandidaten der Union kamen zwei (Strauß und Stoiber) aus der CSU – der dritte Bayer, Wirtschaftsminister Ludwig Erhard aus Fürth in Bayern, war CDU-ler. Strauß und Stoiber sind trotz unmissverständlicher und einsatzfreudiger Unterstützung durch die CDU an Helmut Schmidt und Gerhard Schröder (SPD) gescheitert. Die Union war bisher ohne Wenn und Aber die „Europa-Partei“ unseres Landes. Mit Manfred Weber stellt die CSU den Fraktionsführer der Europäischen Volkspartei im Straßburger Parlament. Will die CSU auf dieses Amt verzichten und die „Nationale Fraktion“ abdriften? Bedenke das Ende!
Ludwig Reimeier
Kolbermoor
Horst Seehofer wurde in Bayern politisch verfolgt, woraufhin er Asyl in Berlin gesucht hat. Dort ist er gerade dabei, das Gastrecht zu missbrauchen und wenn er deshalb nun von Frau Merkel wieder abgeschoben werden sollte, würde er nicht mehr nach Bayern kommen können. Begründung: „Politisch Verfolgte, die in einem anderen (Bundes-)Land registriert sind, werden an der Grenze zurückgewiesen!“
Hartmuth Lang
Waldkraiburg
Eine Anmerkung zum Master-Plan von Herrn Seehofer. Gibt es diesen Plan wirklich oder wird nur davon geredet? Die ganze Geschichte erinnert mich an „Des Kaisers neue Kleider“. Am Ende sagte ein Kind: Der hat doch nichts an. So kommt mir dieser Plan auch vor!
Peter Eschenfelder
Waldkraiburg
Wenn Einwanderer gut Fußball spielen können, es sogar in Jogis Nationalmannschaft gebracht haben, so hat dies nur wenig mit Integration zu tun. Wahrscheinlich nur mit Geld. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing, gilt wohl nicht für Migranten, die beim Abspielen der Nationalhymne ein Gesicht machen, als ob sie auf ein Zitrone gebissen hätten. Kulturelle, mentale und religiöse Unterschiede sind nicht einfach wegzuwischen. Was sich in Europa abspielt, hat immer weniger mit Asyl zu tun. Und alles unter dem Slogan „Menschlichkeit“, ein Begriff, der nur für Ankömmlinge, so scheint es, reserviert ist. Die enorme Last, die die Bürger der Aufnahmeländer zu tragen haben, wird kaum erwähnt. Bevormundung und gegebenenfalls Beschimpfung durch die Asyllobby ist denen aber gewiss, sollte nicht so gedacht werden wie die Lobbyisten. Nicht wer Verträge einhält, zerstört die EU und ist inhuman, sondern die, welche Verträge nach Gutdünken auslegen. Auffallend ist, wie schnell Verträge der EU zur Makulatur werden, wenn sie benötigt werden. Nicht nur die Massenzuwanderung kann die EU zerstören, sondern vielmehr die Hilflosigkeit der Politiker, Probleme zu lösen. Auch ist es sehr schicklich, Statistiken einen Schubs in die gewünschte Richtung zu geben. Die Asyl-Lobbyisten freuen sich wahrscheinlich über den Kuddelmuddel der EU. Schließlich geht es um Millionen Euro, die oft ohne strenge Kontrollen in zahlreiche Geldbeutel wandern. Mit der enormen Zahl von Ankömmlingen wird eine Integration kaum mehr möglich sein. Aber vielleicht eine tolle multikulturelle Fußballmannschaft. Den Segen der Politik hätte eine solche Mannschaft gewiss.
Bernhard Gapp
Halfing