Drittes und viertes Gleis hätten Vorteile

von Redaktion

Zur Diskussion um den Zulauf zum Brennerbasistunnel (Bayernteil):

Es ist zu vermuten, dass die (Lokal-)Politiker und Bürgerinitiativen gegen den Brenner-Nordzulauf entgegen der mantrahaften Beteuerung, dass sie selbstverständlich grundsätzlich pro Eisenbahn und Bahnverladung sind, offensichtlich selbst keine (regelmäßigen) Bahnfahrer/-pendler sind. Die vorgebrachte Behauptung, dass statt einem Bau der Gleise drei und vier locker auch ein Ausbau der Bestandsstrecke ausreicht, ist leider überhaupt nicht durchdacht. Jeder Bahnpendler weiß, welche Einschränkungen bereits relativ geringe Baumaßnahmen, wie gegenwärtig das Ersetzen der Oberleitungen zwischen Großkarolinenfeld und Aßling, bedeuten. Sollte wirklich die Bestandsstrecke zwischen München und Kufstein entsprechend ertüchtigt werden (das hieße Ertüchtigung für Geschwindigkeiten von 200 km/h für Personenzüge) ist davon auszugehen, dass das nur durch entweder mindestens mehrmonatige Komplettsperrung der Strecke oder eine mehrjährige Dauerbaustelle machbar ist. Welche Einschränkungen das für Pendler bedeuten würde, ist offensichtlich. Im Gegenzug würden neue Gleise drei und vier dann, wenn sie mal fertig sind, auch die Möglichkeit bieten, bei Streckensperrung einer der Strecken auf den anderen zu fahren, sodass es einen deutlich verbesserten Notfallfahrplan geben kann.

Matthias Dangl

Riedering

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