Zum Bericht „Assads letzte Gefechte“ (Politikteil):
In den NATO-Medien in Europa und Nordamerika wird Syriens Präsident Baschar al Assad als neuer Hitler oder als Schlächter von Damaskus dargestellt. Dies ist Kriegspropaganda, um einen Regime-Wechsel in Syrien moralisch zu rechtfertigen. Die so gern zitierte „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ besteht laut der Buchautorin Daniele Ganser aus einer einzigen Person, Osama Ali Suleiman, der unter dem Pseudonym Rami Adul Rahman ein „PR-Büro der Assad-Gegner“ betrieb und aus einem Reihenhaus in Coventry nördlich von London Geschichten zu Syrien in die Welt verschickt. Man kann die Glaubwürdigkeit solcher Berichte durchaus anzweifeln. Der Westen, die NATO-Länder im Verbund mit Katar und Saudi-Arabien, haben die Situation in Syrien gezielt destabilisiert. Syrien war laut Ganser keine Demokratie, aber ein gut funktionierender und florierender Staat. Der Westen hat aus wirtschaftlichen Interessen heraus die Rebellen und auch den IS unterstützt und damit eine erhebliche Verantwortung an dem Elend in Syrien. Einseitig Assad dafür verantwortlich zu machen und seinen Verbündeten Russland, und so zu tun, als wären wir die Guten, ist meiner Meinung nach gezielte Falschinformation.
Sandra Schieder
Frasdorf