Zum Bericht „AfD eröffnet Wahlkampf“ (Regionalteil):
Es macht einen fassungslos und gleichzeitig auch wütend, wenn man den Bericht über den Wahlkampfauftakt der angeblichen A(lternative) f(ür) D(eutschland) liest. Diese Partei beansprucht für sich, nicht rechtsradikal zu sein, führt aber eben diesen Anspruch durch die Rede des Herrn Fest ad absurdum. Dessen Diktion erinnert doch stark an gottlob vergangene und überwunden geglaubte Zeiten. Waren es damals die Juden, sind es heute die Muslime, die die Ergüsse der AfD über sich ergehen lassen müssen. Sicher gibt es Ansätze für Kritik bei dieser Religion, aber die Anwürfe des Herrn Fest, der Islam bestehe grundsätzlich aus Faktoren wie „Sex mit Kindern“, „Steinigung von Frauen“, „Tötung von Homosexuellen“ und „Frauenbeschneidung“ ist meines Erachtens eine unzulässige, Übelkeit erregende Verallgemeinerung. Genauso hat es vor über 80 Jahren in Deutschland schon einmal angefangen. Was daraus wurde, ist hinlänglich bekannt, auch wenn Herr Gauland diese furchtbaren zwölf Jahre als „Fliegenschiss der Geschichte“ verunglimpft. Wer jetzt noch nicht begriffen hat, wessen Geistes Kind diese Demagogen der angeblichen „Alternative für Deutschland“ sind, sieht die Gefahr nicht, die eine weitere Stärkung dieser Partei für unser schönes Land bedeutet. Eine „Alternative für Deutschland“ ist diese Gruppierung sicherlich nicht. Danke Herrn Haserer für seinen Kommentar. Er sprach mir aus dem Herzen.
Andreas Schwarz
Mühldorf