Zur Berichterstattung über den Pflegenotstand (Politikteil):
Durch die Einführung eines Pflichthelferjahres für alle über 18-jährigen Schulabgänger könnte unser Pflegenotstand schnell, wirksam und billig gelöst werden. Eine Minimalausbildung wäre erforderlich für: Essen und Getränke holen und eingeben (besonders nützlich, weil besonders zeitaufwendig), Gesicht und Hände waschen, kämmen, Handreichungen, vorlesen, Gespräche, andere Sozialkontakte, im Rollstuhl ausfahren. Staatliche Gegenleistungen könnten sein ein monatliches Taschengeld von circa 500 Euro, Freifahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Wegfall des Numerus Clausus für ein anschließendes Studium, notfalls freie Wohnung und Verpflegung im Altenheim. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern wäre ebenfalls gegeben.
Die altersgemäße Reifeentwicklung käme automatisch dazu (mindestens in demselben Ausmaß wie bei einem Australien-Aufenthalt oder einer Stellung als Au-pair-Mädchen in London). Dieser Vorschlag ersetzt natürlich nicht die Anwendung von ausländischen Pflegefachkräften. Trotzdem wäre es eine „Win-Win-Win-Situation“ für Altenheimbewohner, für Jugendliche und für den Staat. Ich schätze die Sozialkompetenz der jungen Leute so hoch ein, dass sie sich für ein solches Angebot auch wirklich interessieren könnten.
Doris Waltz
Oberaudorf