Zum Bericht „AfD eröffnet Wahlkampf“ im Regionalteil:
Was der Gastredner der AfD-Wahlkampfauftaktveranstaltung abgesondert hat, löst bei mir und hoffentlich bei der Mehrheit der Bevölkerung spontanen Brechreiz aus. Nun ist man Ähnliches von dieser Partei ja leider schon gewohnt, dass aber im Landkreis Mühldorf die AfD ihre Maske der Partei der besorgten Bürger fallen lässt, ist schon beängstigend. Was mich aber besonders abstößt, ist die Feigheit, mit der die Herren Multusch und Wieser zu Werke gehen. Seine wahre Gesinnung versucht Herr Wieser hinter der Maske des Ehrenamtes zu verstecken. Die Drecksarbeit verrichtet der Gastredner. Aber so einfach sollten die Kreisfunktionäre der AfD nicht davonkommen. Jedes Wort, jede Beschimpfung, jede Unwahrheit und jede Geschmacklosigkeit fällt auf die Kreisvorstände der AfD zurück, als hätten sie es selber gesagt. Es wäre höchste Zeit, dass alle, wirklich jeder Einzelne, der Menschenrechte und Anstand in der politischen Auseinandersetzung für wichtig hält, diesen Volksverhetzern die rote Karte zeigt. Ich hoffe auf alle Demokraten, auf alle Humanisten und auf alle Christen in unserem Landkreis, dass sie ihre Stimme erheben für Toleranz, Menschlichkeit und Achtung und Respekt vor dem Nächsten und gegen die Niedertracht, die uns schon einmal in die Katastrophe geführt hat.
Eusebius Kögel
Niedertaufkirchen
In diesem Bericht nimmt das Thema Islam einen breiten Raum ein. Wer dieses Thema anspricht, setzt sich offensichtlich dem Vorwurf aus, rassistisch und fremdenfeindlich zu sein. Kann man aber die Frage, ob der Islam deutsch-/ungläubigenfreundlich ist, mit ja beantworten? Kann man all die aufgezählten Verbrechen, wie Mord, Vergewaltigung, Betrug als Einzelfälle betrachten? Kann man die Affinität von Migranten, die schon Jahrzehnte in Deutschland leben oder hier geboren sind, zu totalitären Führern ebenfalls als nicht erheblich abtun? Werden die Zuwanderer etwa aus Afrika bei uns zu überzeugten Demokraten und Mitbürgern, die in der Lage sind, ein funktionierendes Gemeinwesen mitzutragen? Wenn man das alles mit ja beantworten kann, dann regen sich viele – vor allem auch die meisten Bürger der anderen europäischen Staaten – zu Unrecht auf. Unterhalb des Berichts über die AfD-Veranstaltung wird über die sexuelle Belästigung eines Mädchens durch Schwarzafrikaner informiert. Wenn man will, kann man das als aktuelle Bestätigung der Sorgen, die die AfD verbalisiert hat, verstehen.
Gerhard Mania
Neumarkt-St.Veit
Wenn Sie Tatsachen und Fakten als Grundlage der Rede von Dr. Fest nicht nachvollziehen können oder es bewusst negativ wiedergeben, um das allgemein bekannte unseriöse Muster im Umgang mit der AfD fortzuführen, hat dies überhaupt nichts mit objektivem Journalismus zu tun. Als neutraler Zuhörer der Veranstaltung und als Leser Ihres Berichtes und Ihres Kommentares ist eine objektive Meinungsbildung keineswegs möglich, weil Sie ausnahmslos pauschalisieren. Auffallend dabei, dass Sie Herrn Dr. Fest unterstellen, Angst zu schüren oder gar zu hetzen. Nicht die Aufzählung von Tatsachen bereitet Angst. Nein, es ist der Umstand, dass wir seit Jahren eine zunehmende Verschlechterung der inneren Sicherheit und eine Zunahme sozialer Ungerechtigkeit in Deutschland erleben. Die Angst der Bürger wird durch die Untätigkeit der Regierenden geschürt. Hier von offenem Fremdenhass oder Rassismus zu sprechen wie Sie, entbehrt jeglicher Grundlage. Warum erwähnen Sie den Vortrag von Thomas Schwembauer nicht? In seinen Ausführungen waren sehr viele Hintergrundinformationen und Tatsachen zur Entstehung der Flüchtlingskrise auf internationaler Ebene und der Ansiedlung von Flüchtlingen im BFZ-Peters. Es ist sehr wohl angebracht, die Probleme wie Betrug am deutschen Sozialsystem und somit am deutschen Steuerzahler sowie die „Einzelfälle“ von Morden und kriminellen Handlungen anzusprechen. Dies nicht zu tun oder als hinzunehmenden Kollateralschaden zu betrachten, ist unverantwortlich und zeugt von fehlendem Rechtsbewusstsein, mangelhaftem Demokratieverständnis und unzureichender sozialer Kompetenz.
Werner Fröhlich
Mettenheim
Es sind raue Zeiten! Man zuckt innerlich zusammen, wenn ein Redakteur des Mühldorfer Anzeigers mutig einen Kommentar zur AfD-Veranstaltung in Waldkraiburg veröffentlicht, weil man hofft, dass ihm kein übler Shitstorm als Retourkutsche widerfährt. Die Zeiten sind rau, wenn die Caritas für die christlichen Werte der Nächstenliebe und Gerechtigkeit belächelt wird, weil ihr Anspruch immer war, ob in guten oder schwierigen Zeiten, alle Menschen ergebnisoffen und menschwürdig zu beraten, egal welcher Nationalität oder Religion sie angehören. Die Erfahrung zeigt, die großen Lebensprobleme machen nicht Halt vor der Kirchentür oder dem Moscheeeingang. Die Zeiten sind rau, wenn eine Willkommenskultur unbelehrbaren Weltverbesserern zugeschrieben wird und diese Schritt für Schritt zu einer Abschottungskultur umgeschrieben wird. In diesen rauen Zeiten sind engagierte Sozialarbeiter in der Beratung und christlich motivierte Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe ebenso nötig, wie couragierte Zeitungsredakteure, die deutlich ihre Meinung sagen. Danke, Wolfgang Haserer!
Richard Stefke, Kreisgeschäftsführer der Caritas Mühldorf