Zum Artikel „Hoffnung für Betriebsrentner“ (Titelseite):
Den „unhaltbaren Zustand“, den Herr Lauterbach beklagt, daran sei erinnert, hat er doch unter Rot-Grün 2003 selbst mit herbeigeführt. Jetzt zu klagen, die Union zeige in dieser Frage wenig Entgegenkommen, ist mehr als scheinheilig und zeigt eine gewisse Verachtung für das Langzeitgedächtnis mancher Wähler. Beschlossen wurde dies unter dem Vorwand, die arbeitenden Beitragszahler zu entlasten. Doch was haben wir dafür bekommen? Praxisgebühren, höhere Zuzahlungen für Medikamente und „Zusatzbeiträge“ der Krankenkassen – übrigens für Arbeitnehmer und Rentner! So sieht also SPD/Grüne-Politik aus, um dem berühmten „kleinen Mann“ etwas Gutes zu tun. Wer in Rente geht, muss wissen: Auf jedes zusätzliche Einkommen (Riester, Betriebsrenten etc.) neben der gesetzlichen Rente wird ein voller Krankenkassenbeitrag und Beitrag zur Pflegeversicherung fällig. Nicht zu vergessen die fälligen Steuern. Dies trifft selbstverständlich auch auf jede Rentenerhöhung zu. Prinzip von der linken Tasche in die rechte Tasche … des Staates.
Peter Brückl
Staudach