Zum Bericht „Vogelsterben in Bayern“ (Bayernteil):
Nun hat es das Thema Vogel- und Insektensterben endgültig auf die Titelseiten der Presse und damit in die große Politik geschafft. Doch ist damit weder den Vögeln noch den Insekten geholfen. Denn es ist höchst unwahrscheinlich, dass sich jetzt die große Politik vordringlich auf die Beseitigung dieses nunmehr erkannten Missstandes konzentrieren wird. Aber wie überall sind es auch in diesem Bereich vielfach ganz kleine Dinge, die etwas bewirken. Eines dieser ganz kleinen Dinge ist, so banal es klingt, das Mähen des Rasens. Schon die Verlängerung des Intervalls, in dem ein Rasen gemäht wird, wirkt sich positiv auf die Natur aus. Jeder Gartenbesitzer kann für sich entscheiden: Will ich einen gepflegten Zierrasen als Auslauf für meinen Mäh-Roboter oder eine Wiese, die nicht nur Augenweide sondern auch Insektenweide ist. Ein wöchentlich getrimmter Rasen hat für eine Wildbiene die ökologische Qualität eines asphaltierten Parkplatzes. Gärten können aber auch kleine Zufluchten für Insekten, Vögel, Igel sein. Mittelfristig kann eine Umstellung des Rasens auf eine aus heimischen Wildgräsern, Kräutern und Blumen bestehende Wiese und der Verzicht auf Unkrautvertilgungsmittel ein klein wenig helfen, das Summen im Garten zu verstärken. Wie eine solche Umstellung konkret vor sich gehen kann, wird im Internet vielfältig beschrieben
Christopher von Königslöw
Prien