Zu „Das wahre Problem ist das Bevölkerungswachstum“ (Leserbrief):
Die Leserbriefe von Herrn Dieth und Herrn Auer sind zu begrüßen. Dieses Thema verschwindet bei den Medien und im Bewusstsein vieler Bürger. Richtig und wichtig ist es, vor Ort den Hungernden und Notleidenden mit Infrastrukturmaßnahmen und direkter Hilfe zu helfen. Auch sollte verstärkt Aufklärungsarbeit zur Geburtenkontrolle mit dazu beitragen.
Dr. Peter Fischer
Raubling
Dem Leserbrief ist voll zuzustimmen. Bereits 1975 hat Herbert Gruhl in seinem Buch „Ein Planet wird geplündert – die Schreckensbilanz unserer Politik“ auf ungehemmte Bevölkerungsentwicklungen in verschiedenen Ländern hingewiesen. Das einzige große Land, das etwas unternommen hatte, war China 1979. Diese unstreitig menschenverachtende Ein-Kind-Politik wurde inzwischen aufgegeben, da deren Folgen unvorhersehbar waren. Deshalb gibt es nun eine Regelung mit zwei Kindern je Familie. Die Zukunft Afrikas liegt dagegen einzig und allein bei den Frauen. Nur die können den traditionellen Vorstellungen von Männergesellschaften entgegentreten, um Elend und Leid zahlreicher Kinder gar nicht aufkommen zu lassen. Um das zu erreichen, bleibt nur die Bereitschaft von Frauen, sich nach dem zweiten Kind sterilisieren zu lassen. Alle entstehenden Ausgaben wären von den Industrienationen als Entwicklungshilfe aufzubringen. Das sollten auch Programme von internationalen Hilfsorganisationen werden. Es gilt, die Ursachen wirksam zu bekämpfen. Das müsste auch der Entwicklungshilfe-Minister der CSU endlich erkennen und tätig werden.
Hans-Dieter Holz
Grassau