Zwei Prozent sind zu viel

von Redaktion

Zum Kommentar „Einladung an Putin“ (Politikteil):

Herr Anastasiadis hat nicht Recht, wenn er schreibt, dass Musterknabe Deutschland als Nato-Mitglied alle seine Zusagen bricht, zwei Prozent seiner Wirtschaftsleistung für seine Sicherheit aufzuwenden! Deutschland ist bereits zweitgrößter Nato-Zahler! Eine Erhöhung auf zwei Prozent würde eine Steigerung der Wehrausgaben um rund 45 Milliarden Euro im Jahr bedeuten! Das wäre aus meiner Sicht verantwortungslos und auch nicht nötig, da die gesamte Nato im Jahr bereits 900 Milliarden Euro ausgibt! Der immer wieder hochstilisierte Feind Russland dagegen liegt nur bei rund 60 Milliarden Euro im Jahr. Kann sich jemand erinnern, dass Russland von sich aus Länder angegriffen hat? Die USA mit ihren Nato-Verbündeten dagegen führen viele Kriege in der Welt, betreiben rund 1000 Stützpunkte weltweit (Russland nur etwa zehn) und rücken ständig näher an die Grenzen Russlands. Das kann Putin zurecht nicht gefallen. Auch ist es sinnvoller, mit Russland Gas- und Handelsgeschäfte zu betreiben, als teures US-Flüssiggas aus USA oder Gas aus dem Nahen Osten zu beziehen. Und warum sollte Putin das Nato-Bündnis auf die Probe stellen? Dazu reicht auch die Besetzung der Krim nicht aus, denn da hat Chrustschow einen Fehler gemacht, den Putin ausgebügelt hat. Amerikanische Steuerzahler finanzieren die Nato mit, profitieren aber auch im Gegenzug über ihre enorme Rüstungsindustrie. Trump will sich wohl noch eine Steigerung der Militärausgaben durch die Europäer bezahlen lassen? Da gibt es Sinnvolleres und vor allem Deutschland sollte hier an seine Historie denken!

Johann Heinisch

Bad Aibling

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