Zum Bericht „Wohlstand in Deutschland liegt nur auf Niveau der Neunziger“ (Wirtschaftsteil):
Es ist zu erwarten, dass zu den Wahlen das Bruttoinlandsprodukt wie auch die Börsenwerte und der Export als Gradmesser dafür genannt werden, wie gut es allen Wählern geht. Doch das alles ist kein Wohlstandsgradmesser. So bewertet das Bruttoinlandsprodukt negative Entwicklungen als Wohlstandszuwachs: Überschwemmungen, Zunahme von Kfz-Unfällen mit wachsenden Schäden, Zunahme von Krankenkosten, Brände. Auf jeden Fall aber sagt das Bruttoinlandsprodukt nichts über die ungerechte Verteilung von Wirtschaftszuwachs. Realistisch und ehrlich ist zu differenzieren, sonst gibt es einen Rechtsdrall!
Hans-Jürgen Ehlers
Rosenheim