Zu den Ursachen der Flüchtlingsbewegungen (Berichte im Politikteil):
Afrika leidet immer noch an den Folgen der kolonialen Ausbeutungszeit. Seit Jahrzehnten bemühen sich die Industrieländer, darunter frühere Kolonialherren, mit vielen (vielfach ungeschickten und fehlgeleiteten) Programmen, in Afrika Hungersnöte abzuwehren und Hilfe zur Selbsthilfe zu organisieren. Mit der Aufzählung dieser Hilfsprogramme könnte man sicher zwei DIN-A4-Seiten füllen. Bei all dem hat man den Eindruck, dass das Thema „Bevölkerungsexplosion“ als eine der Hauptursachen für die ganze kontinentale Notmisere entsprechend seiner Bedeutung gar nicht entsprechend zur Sprache kommt. Seit Jahren sind die Zahlen der Geburtenstatistik bekannt: Europa: 1,5 Kinder/ Frau, Afrika 5 bis 6,6 Kinder/Frau. Das bedeutet eine exponentielle Bevölkerungszunahme – und da müssten längst alle Alarmglocken zumindest in Europa schrillen. Solange dieses dramatische Thema nicht die höchste Dringlichkeitsstufe in Form einer wirksamen Geburtenkontrolle erhält, sind alle geplanten Marshallpläne für Afrika absolut sinnlos. Wenn spätestens in einer weiteren Generation dann Millionen verzweifelte Afrikaner zum Sturm auf Europa ansetzen, dann wird die heutige afrikanische Migrations-Welle vergleichbar nur das Säuseln eines Windes sein. Hallo zerstrittenes EU-Brüssel und uneinige Bundesregierung – aufwachen – es ist bereits 10 nach 12 Uhr!
Gerd Höglinger
Rosenheim