Zu: „Winterzeit beibehalten“ (Leserbrief von Lisa Wallner):
Da haben Sie meine volle Zustimmung: Um 6 Uhr raus aus den Betten, Frühstück gibts ja sowieso in der Schule! 7 Uhr: Schnell zur Schule und Krippe und ab in die Arbeit! Arbeit bis 12/13 Uhr, Kinder abholen, Stress, weil bis dahin alle geschafft sind! 14 Uhr: Tiko in die Mikro! 14.30 Uhr: Feierabendprogramm: Smartphone, Apps empfangen und senden. Kinder: Computerspiele. Planung der nächsten Fernreise und der Anschaffung des nächsten neuen Autos. Termine mit Kinderpsychologen und Ärzten für Burnout und Hörsturz vereinbaren. Einen schönen Feierabend wünscht eine zweifache Mutter und neunfache Oma.
Maria Hübner
Kolbermoor
Viele werden sich nach erfolgter Umstellung von der Sommerzeit auf die Normalzeit freuen, dass es plötzlich morgens wieder heller ist und der Tag, wenn auch nur kurze Zeit, nicht mit Dunkelheit beginnt. Die Begrifflichkeit „Winterzeit“ hat in der öffentlichen Diskussion die „Normalzeit“ allerdings völlig zu Unrecht abgelöst – es gibt keine Winterzeit. Winterzeit suggeriert Kälte und Dunkelheit, gefühlte ewige Finsternis. Dabei wäre dieses Gefühl bei einer Beibehaltung der Sommerzeit viel eher angebracht: Im Dezember wird es um 9 Uhr gerade mal langsam hell, die ersten Stunden des Tages verbringen Schüler und alle anderen Frühaufsteher in tiefster Nacht. Was soll daran gut sein? Ich bin für die Abschaffung der Zeitumstellung, aber mit Beibehaltung der Normalzeit. Es gibt wenige stichhaltige Argumente für dauerhafte Sommerzeit. Egal ob Normalzeit oder Sommerzeit, für die Joggingrunde oder andere Outdoor-Aktivitäten wird es in den Wintermonaten am späten Nachmittag so oder so zu dunkel sein. Bereits im ersten Winterhalbjahr mit dauerhafter Sommerzeit würden wir uns im Sinne des Wortes die Augen über die Auswirkungen reiben – dann schon lieber alles so lassen, wie es jetzt ist.
Markus Kigle
Bruckmühl
Jedes Jahr wird wegen der Umstellung Sommerzeit-Winterzeit – eine Stunde vor oder zurück – diskutiert. Nun wurde europaweit abgestimmt, woran sich 4,6 Millionen Menschen beteiligten, damit mit der ewigen Umstellung endlich Schluss sein soll. Einige Länder hatten schon vor Jahren die Sommerzeit dauerhaft im Winter ausprobiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass einige Menschen krank wurden, da der Biorhytmus nicht mehr ganz stimmte. Sie haben dann die Zeit wieder zur ursprünglichen „echten Zeit“ zurückgedreht. Für den wohlverdienten Feierabend soll es abends lange hell bleiben, aber im Winter soll es auch für die Frühaufsteher und Schulgänger sehr früh hell werden. Ohne Umstellung schwierig! Ein einfacher Kompromiss wäre: Europaweit und dauerhaft nur eine halbe Stunde umstellen – dann haben wir im Sommer abends und auch im Winter in der Früh etwas davon. Und gesünder wäre es auch!
Peter Moosmüller
Bad Endorf