Scotty, hilf!

von Redaktion

Zur Kolumne „E.T – wo bist Du?“ (Bayernteil):

Ja, wo iss er denn, der E.T.? Und warum haben wir nicht schon längst Kontakt? An den großen Entfernungen kann es nicht liegen, haben wir doch den Mond schon erreicht und gucken bis zum Merkur und Alpha-Zentauri. Vernachlässigt wurde hier neben dem oft diskutierten Problem der Entfernung und der Kraftstoffrage das, was man auch die vierte Dimension nennen kann: Die Zeit! Alles Materielle hat seine Ausdehnung in Raum und Zeit. Das Universum ist unendlich groß, das heißt, die Wahrscheinlichkeit des Vorkommens von exterrestrischem Leben dürfte damit auch gegen unendlich gehen. Zeitlich gesehen ist das Bestehen des Kosmos‘, also seine Existenz in Vergangenheit und Zukunft ebenfalls unendlich, die Zeitdauer menschlichen Lebens auf der Erde also dem gegenüber sehr, sehr gering. Die Wahrscheinlichkeit, dass zeitgleich mit der Erde irgendwo andernorts im Kosmos ebenso kurzzeitig intelligentes Leben sich tummelt ist dann ebenfallls sehr gering, oder geht wohl gegen null. Das heißt: Jetzt in dieser Zeit, in der wir hier leben und mit unseren Seti-Schüsseln ins All lauschen, gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts weiter im Universum. Zu anderen Zeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit schon. Könnten wir uns unsere Lauscherei sparen? Zu beurteilen, ob wir dann noch Gottes Kinder sind, wenn es daneben auch noch andere gibt, überlasse ich gerne den dafür zuständigen Fachleuten im Leserforum. Oder noch wahrscheinlicher ist es die menschliche Ebene, die ein Zusammenkommen verhindert: Die Aliens nähern sich mit dem Raumschiff in angemessener Entfernung, schauen, was los ist und hauen dann sofort den Rückwärtsgang rein. Ältere Semester kennen wohl noch den Satz: „Beam me up, Scotty, there is no intelligent life down here!“.

Ursula Mayr

Übersee

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