Zum Bericht „Seehofer trennt sich von Maaßen“ (Titelseite):
Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu realisieren, dass die seit Jahren von fast allen Parteien praktizierte Ausländer- und Sicherheitspolitik von seltener Naivität und Sorglosigkeit geprägt ist. Keiner unserer „Volksvertreter“ wagte und wagt es, die gravierenden Tatsachen und Missstände beim Namen zu nennen. Die Maulkörbe dieser Damen und Herren, der „Mainstreammedien“, der Kirchen und vieler anderer Institutionen hängen nicht irgendwo, sondern sind längst an dem dafür vorgesehenen Platz! Es ist schon grotesk, dass dann ein hoher Beamter einer sonst von allen gescholtenen Behörde genau diese bestehenden und auch die aktuellsten Missstände beim Namen nennt. Daher der Tenor: „Hut ab vor Herrn Maaßen“. Die Reaktionen, die er losgetreten hat, sind bezeichnend für unsere „politische Landschaft“. Es soll hier nicht näher eingegangen werden auf eine bestimmte Partei von Traumtänzern und auch auf Parteien, deren Mitglieder ihren Eid gründlich missverstanden haben. Der „Dienstherr“ von Herrn Maaßen, dem ich tatsächlich vor einiger Zeit zutraute, dass er die derzeitige unsägliche deutsche Politik mit völlig unfähiger Führungsriege eventuell durch seine Standhaftigkeit in wichtigen Fragen wenigstens aufrütteln könnte, hat leider seine bekannte „Windfahnenmentalität“ wieder hervorgekehrt, ist dann unsagbar peinlich eingeknickt, statt sich vor seinen kritischen Mitarbeiter zu stellen.
Franz Moser
Bernau