Am Bahnhof – und dann?

von Redaktion

Zum Bericht „Jede Stunde nach Salzburg“ (Lokalteil):

Seit Juli 2017 arbeite ich in Mühldorf bei einer Firma am Volksfestplatz, wohne aber im Berchtesgadener Land. Bislang stellte mir mein Arbeitgeber für den täglichen Arbeitsweg ein Firmenfahrzeug zur Verfügung. Die Taktverdichtung mit stündlich Mühldorf-Salzburg-Mühldorf ist für mich eine umweltfreundliche, entspannte und vor allem echte alternative Lösung für den täglichen Arbeitsweg. Die langjährigen Bemühungen der regionalen Politiker und der SOB haben endlich Erfolg. Aber: Wie komme ich um 7.23 Uhr oder um 8.16 Uhr morgens vom Bahnhof in Mühldorf an den Volksfestplatz? Bislang fahren Schulbusse, um 7.22 Uhr (Linie 3), die während der Ferienzeiten sowieso nicht fahren, und dann erst wieder um 9.25 Uhr (Linie 3). Dazwischen gibt es keine Möglichkeit, nicht mal zum Stadtplatz kommt man. Zurück wiederum ist es möglich, auch vom Stadtplatz aus mit mehreren Möglichkeiten. Solange die Stadt nicht zum Start des einstündigen Takts des Zugverkehrs gleichzeitig mit einer entsprechenden weiterführenden Linie, die attraktiv für Pendler, auch aus Garching oder Tüßling ist, wird das Angebot mit Sicherheit nicht so angenommen wie gewünscht. Und um die Kulturangebote in Salzburg bis 23 Uhr nutzen zu können, braucht man den Takt nicht sieben Tage pro Woche bis in die späten Abendstunden verdichten und erweitern. Für Pendler sollte die Strecke und die entsprechenden Vorortanschlussmöglichkeiten attraktiv und praktisch sein – zu einem angemessenen Preis. Es stellt sich als eine große Herausforderung dar, ein solches Projekt komplett zu denken und praktikabel für alle Beteiligten zu gestalten. Ich hoffe, dass das zeitnah in den Fokus genommen wird und die bestehenden wenigen Pendler mehr werden, die SOB ausgelastet ist und mittelfristig weniger Verkehr in der Innenstadt und um Mühldorf herum das positive Ergebnis sind.

Sylvia Hohenreiter

Ainring

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