Zur Berichterstattung über den angekündigten Rücktritt von Angela Merkel vom CDU-Parteivorsitz (Politikteil):
Wenn sie bei CDU und CSU glauben, die Auswechslung des jeweiligen Parteivorsitzenden genügt, um die abtrünnigen Wähler wieder zurückzugewinnen, dann haben sie nichts kapiert. Wer den Sozialstaat abbaut, Schulen und Schwimmbäder verkommen lässt, zugleich Milliardären Steueroasen bietet und Superreiche entlastet, wer Arbeitslose und Rentner in die Armut schickt, zugleich Banken mit Milliarden von Steuergeldern rettet, wer betrügerische Autokonzerne straffrei lässt, während die Autokäufer nicht nur mit dem Wertverlust ihrer Diesel alleine gelassen werden, sondern auch noch mit Fahrverboten rechnen müssen, braucht sich über Sorgen und Ängste der Bevölkerung sowie Wutbürger und Protestwähler nicht wundern.
Harald Lohner
Töging
Vergeblich habe ich in den letzten Tagen auf die ganzseitigen Porträts der anderen Kandidaten für den Parteivorsitz der CDU gewartet. Leider ist da in Ihrer Zeitung nichts dergleichen erschienen. Welche außerordentlichen Vorzüge hat denn der freundliche Herr Merz, dass er wie der Messias gehandelt wird? Ist er nicht schon einmal wie ein trotziges Kind, das sein gewünschtes Spielzeug nicht bekommt, weggerannt?. Was er in der Zwischenzeit gemacht hat, ist uns ja nun mitgeteilt worden, war seine Privatsache. Was Frau Merkel in diesen Jahren gemeinsam mit der Regierungsmannschaft gemacht hat wissen wir auch: Deutschland ist eine Wirtschaftsmacht, ein auf den Grundlagen der Demokratie funktionierender Sozial- und Rechtsstaat, der in Europa und in der Welt geachtet wird. Große Hochachtung für Ihren Einsatz! Ja, sie hat einen Fehler gemacht, als sie im Sommer 2015 die Grenze geöffnet hat, ohne eine Begrenzung auszusprechen. Aber wir alle haben die schlimmen Bilder aus Budapest gesehen, die verzweifelten Menschen, die im Unrat und Dreck, hungernd, mit kleinen Kindern und Kranken auf dem Bahnhof um unsere Hilfe flehten. Hätte Herr Merz da als gläubiger, praktizierender Katholik wie er sich beschreibt, überhaupt anders reagieren können? Schließlich ist doch unsere heutige „Leitkultur“ aus unseren christlichen Wurzeln entstanden. Wer nun letztendlich der neue Vorsitzende der CDU wird, werden die Parteimitglieder entscheiden. Ich hoffe nur, dass nicht der größte Wert auf konservativ gelegt wird, das schränkt modernes Denken sehr ein.
Elfi Barnet
Riedering
Das kontinuierliche Erstarken der AfD, aber vor allem der feministisch geprägten Grünen sowie der Totalabsturz der Koalitionsparteien hat einen Namen: Angela Merkel! Mit ihrer desaströsen Politik hat sie nicht nur die Union und die SPD kaputt gemacht, sondern auch immensen Schaden für Deutschland und Europa verursacht. Sie hat sich aber um die infrastrukturellen Zustände im eigenen Land mehr schlecht als recht gekümmert. Ganz zu schweigen von der unausgegorenen Flüchtlingspolitik und der europäischen Finanzpolitik hat Merkel den Vogel mit ihrer Energiewende abgeschossen. Als zentrales Land in Europa mit den modernsten Atomkraftwerken allein aus der Kernkraft auszusteigen und die dreckigen Kohlekraftwerke weiter subventioniert zu betreiben, ist absoluter Irrsinn und nützt nur den Amigos aus der Energiewirtschaft. Die Zeche zahlen die Bürger mit dem europaweit teuersten Strom. Nun ist Merkel einer Palastrevolte gerade noch zuvorgekommen, indem sie notgedrungen ihren Rückzug in Etappen angekündigt hat. Das letzte, was Deutschland wieder voranbringen würde, wäre eine Nachfolge durch die Annegret Kramp-Karrenbauer, also eine „Merkel Light“ Version. Das Land braucht als zukünftigen Regierungschef weder eine weitere Frau noch einen Kanzler mit einem bärtigen „Ehemann“ an seiner Seite bei offiziellen Auftritten. Darum kann man es nur als Glücksfall bezeichnen, dass ein Friedrich Merz auf die politische Bühne zurückkehrt, nachdem er bei Merkels „Machtübernahme“ genug Rückgrat hatte, mit dieser Frau nicht zusammenzuarbeiten. Wie übrigens auch ein Christian Lindner. Wahrscheinlich würde eine zukünftige Koalition unter Führung von Friedrich Merz einen guten Beitrag leisten, das Vertrauen der Bürger in die Politik wieder zu stärken.
Jakob Gerhard
Rohrdorf