Zum Bericht„„Ich schmeiße nicht hin“ (Regionalteil):
Die Regierung eines Volkes soll den Wählerwillen widerspiegeln! Beim neu zusammengestellten Kabinett habe ich diesbezüglich massive Zweifel. Dr. Huber zog mit nahezu 80000 Wählerstimmen in den Landtag ein – deutlich mehr als die meisten seiner Kollegen – und wurde mit fadenscheinigen Begründungen aus dem Kabinett geworfen. Aber ein blasser 35-jähriger Schwabe, der nicht mal einen Sitz im Landtag hat, wurde Minister. Solche Aktionen enttäuschen nicht nur Dr. Huber, sondern auch seine Wähler. Mir wäre eine Regierung am liebsten, die aus den fähigsten und kompetentesten Abgeordneten besteht und ich lege keinen Wert auf Regionalproporz, Frauenquote oder jugendliche Ausstrahlung. Es sieht schon sehr danach aus, dass sich Söder ein leicht zu beeinflussendes „Marionettenkabinett“ zusammengebastelt hat. Da täuschen auch Begriffe wie Demut, Anstand und Stil – die ihm von seinem Redenschreiber für die Antrittsrede in den Mund gelegt wurden – nicht darüber hinweg. Denn für ihn sind das Fremdwörter.
Beate Kammerer
Buchbach
Da reibt sich der geneigte Leser doch die Augen: 60 Jahre alt, männlich und aus Oberbayern seien laut Dr. Marcel Huber schlechte Voraussetzungen für ein Ministeramt in der neuen Bayerischen Landesregierung gewesen…Wie bitte? Da wird ein hochgeschätzter und über alle Parteigrenzen anerkannter Landespolitiker einfach kaltgestellt, um den Landtag zu „verjüngen“ und zu „verweiblichen“ – nichts dagegen, aber wenn die Verjüngung darin besteht, einem 36-jährigen, externen, da aus dem Landtag geflogenen JU-ler (Hans Reichhart) das milliardenschwere Bau- und Verkehrsministerium „anzuvertrauen“, einem umweltpolitisch bisher völlig Unbeleckten (Thomas Glauber, Freie Wähler) das Umweltressort zu übergeben und einem sprunghaften niederbayerischen Bauern – nichts gegen Bauern – Hubert Aiwanger, das Wirtschaftsressort „auszuliefern“, dann muss man schon langsam am Verstand der Verantwortlichen, allen voraus Markus Söders, zweifeln. Wie kann man denn bitte auf die Expertise eines Dr. Marcel Huber verzichten? Wo immer der hingestellt wurde, hat er doch wirklich hervorragende Arbeit geleistet, hat alle Wahlen überragend gewonnen und jetzt wird er einfach rausgekickt – da bleibt auch denjenigen, die Spucke weg, die anderer politischer Meinung sind. Aber es bewahrheitet sich dann wohl doch das Wort von Horst Seehofer: „Der Marcel kann alles aus Intrige…“ – und „Speichellecken“ möchte man da noch hinzufügen.
Susanne und Willi
Engelmann
Waldkraiburg