Zwist um Uli Hoeneß

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Jahreshauptversammlung des FC Bayern München (Sportteil):

Einige Leute sollen sich erst einmal mit der Geschichte des FCB befassen, bevor die ihre Meinung öffentlich kundtun. Einen Mann wie Uli Hoeneß dermaßen anzugreifen oder sogar in Frage zu stellen, ist für mich eine absolute Frechheit. FC Bayern = Uli Hoeneß – Uli Hoeneß = FC Bayern, zumindest für mich und ich glaube, auch noch für sehr viele Anhänger des Vereins. Die Rede dieses sogenannten Bayern-Fans auf der Jahreshauptversammlung war für mich eine Unverschämtheit. Ich kann hier leider nicht alles schreiben, was ich denke. Nur eines: 1979 begann Herr Hoeneß seine Arbeit beim FC Bayern. Als Fußballer hat Herr Hoeneß vorher so gut wie alles erreicht und gewonnen, was es gab. Der Jahresumsatz des FC Bayern betrug nach meinen Informationen damals circa zwölf Millionen D-Mark. Der FC Bayern hatte sieben Millionen D-Mark Schulden. Mehr brauche ich zu diesem Thema nicht schreiben! Kurz noch zu Paul Breitner: Breitner hat 40 Jahre geredet, Hoeneß hat gemacht.

Hans Henfling

Rosenheim

Die letzten vier Trainer waren nach Aussage von Uli Hoeneß bei ihrer Einstellung die besten der Welt. Nach kurzer Zeit wurden alle gefeuert, mit Ausnahme von Heynckes. Als Trainer Kovac geholt wurde, sprach Hoeneß, das sei der geeignete Mann, weil er sieben Sprachen spricht. Anfang November sprach Herr Hoeneß, Herr Kovac sei unantastbar. Nach dem Düsseldorf-Spiel hörte sich das anders an. Herr Hoeneß, Sie haben diesen Zustand des FC Bayern mitverschuldet, weil Sie meinten, Sie wären der Größte und unantastbar. Das Ergebnis Ihrer Prahlerei, Eigenlob, Spott, Hochmut und Grobheiten ist der Zustand Ihres Vereins derzeit. Kein Mensch in Deutschland ist darüber traurig. Ausnahme sind die Fans. Als Nerlinger Sammer mit viel Aufwand von Dortmund holte, sprach Hoeneß: Das sind die Besten. Auch sie wurden entlassen. Scholl, ehemals Star bei München, dann Jugendtrainer und TV-Experte, kritisierte einen Spieler von Bayern zurecht wegen schlechter Leistung. Herr Scholl, einst der Lieblingsspieler von Hoeneß, wurde entlassen. Jetzt hat es Paul Breitner erwischt. Ein Mann, der jahrelang mit Hoeneß in der Mannschaft spielte, wurde von der Ehrentribüne verbannt. Der Grund: Breitner hatte im Fernsehen die Aussage von Hoeneß über das Grundgesetz, Artikel 1, kritisiert. Herr Hoeneß sollte mal über seine schweren Verfehlungen nachdenken, bevor er über anständige Menschen, die dem Volk keinen Schaden bereitet haben, ein Urteil fällt.

Walter Behnke

Neubeuern

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