Anti-AfD-Kundgebung: Völlig unterschiedliche Schlüsse gezogen

von Redaktion

Zum Bericht „Demo eskaliert“ im Regionalteil:

Ich bin es leid, dass mir linke oder rechte Gruppierungen, besondere Gutmen-schen und auch zunehmend radikale „bunte“ Zeitgenossen vorschreiben, was ich denken soll und sagen darf. Keine demokratisch gewählte Partei – auch die AfD und die Linke zählen dazu – hat ein Meinungsmonopol. Man muss keineswegs Sympathisant der AfD sein, aber auch ihre politischen Gegner haben die demokratischen Spielregeln beziehungsweise den Wählerwillen zu respektieren, sonst dominieren Meinungsdiktatur und Klassenkampf. Wenn die AfD in Rosenheim, in der Erlenau ein Parteibüro eröffnen will, dann ist das rechtens; andere Parteien haben das ebenfalls getan. Die AfD kritisiert zwar viel und oft, argumentiert populistisch, aber hat auch wenig sachorientierte, brauchbare Lösungsansätze anzubieten. Der mündige Bürger merkt das und muss nicht permanent von selbst ernannten politischen Oberlehrern/innen einer Gehirnwäsche unterzogen werden, so wie es derzeit Linke, SPD-ler oder Andersdenke gern tun … Thilo Sarrazin lässt grüßen.

Jürgen Engelhardt

Stephanskirchen

Die Berichterstattung zur Anti-AfD-Demonstration ist völlig unangemessen. Die Polizei-Demonstranten-Auseinandersetzung nimmt mehr als 95 Prozent der großen Artikel ein. In Wirklichkeit war das eine Episode von weniger als fünf Prozent der Demo. Unter geht dabei, vielleicht durchaus gewünscht, weshalb 300 Menschen sehr unterschiedlicher Herkunft gemeinsam demonstriert haben. Ein Beispiel hierfür: Die AfD lehnt, ebenso borniert wie krass egoistisch, jeglichen Klimaschutz ab. Sie will ihr Recht auf Klimazerstörung ungestört ausüben. Das Ergebnis wird ein Klimawandel sein mit hunderten Millionen Menschen in armen Ländern, die ihre Lebensgrundlage komplett verloren haben. Gegen die Not dieser Menschen will die AfD laut Programm die Grenzen vollständig schließen, dort Militär stationieren und Zäune oder Mauern an den Grenzen errichten. Herein dürfen dann nur noch nützliche Ausländer, keine unnützen oder schädlichen. Ein solches Vorgehen ist nicht nur zynisch, es ist absolut menschenfeindlich. Die AfD ist eine Partei, die wie ein Staubsauger alles rechte „Gedankenschlecht“ begierig aufsaugt von der CSU bis hin zu Faschisten und Holocaust-Leugnern. Darum geht es: Dieser Sachverhalt, diese Gefahr ist tausendmal wichtiger als die kurze Auseinandersetzung auf der Demo.

Franz Garnreiter

Rosenheim

Danke für den relativ fairen Bericht über die Demo. Die AfD hat nur ein Bürgerbüro errichtet, was der links-grüne Mob zum Anlass nahm, grölend und gewaltbereit aufzumarschieren. Ohne Polizeischutz hätte es sicher viele Verletzte gegeben. Wenn diese Nicht-Demokraten auch andere Meinungen als ihre eigene akzeptieren würden, müsste die Polizei nicht so viele Überstunden machen. Ganz konnte das OVB eine Spitze gegen die AfD nicht unterdrücken. Herr Winhart war bestimmt nicht „süffisant“ zumute, als der den teils gewalttätigen Schlägern gegenüberstand.

Anita Kordick

Prutting

Seit fast zwei Jahrzehnten lebe ich in der Erlenau. Die AfD eröffnete dort ein Büro und ein breites Spektrum von Linken, Jusos, Gewerkschaften und Grünen hat vor dem Büro zum Protest aufgerufen. Schon seit Wochen wurde die Demo durch wildes Plakatieren im Stadtteil angekündigt. Bei der Demo selbst sollte laute Punkrock-Musik die Anwohner belästigen und die Stimmung bei den Teilnehmern aufheizen. Viele haben ihrer Wut freien Lauf gelassen. Die Demonstranten verstreuten „harmlose“ Plastikkonfetti vor anliegenden unbeteiligten Geschäften, das früher oder später durch die Kanalisation in die Umwelt gelangen wird. Zufällig anwesende Zuschauer wurden beleidigt. Ein Polizist wurde verletzt. Man mag zur AfD stehen, wie man will. Aber wenn das politischer Protest sein soll – nein danke! Den brauchen wir in der Erlenau nicht.

Edeltraud Kohlberger

Rosenheim

Die Berichterstattung zur Demonstration gegen die Eröffnung eines AfD-Büros konzentriert sich sensationsheischend auf einen kurzen willkürlichen Polizeieinsatz und unterschlägt völlig die Redebeiträge verschiedener Organisationen. Ich hatte die Möglichkeit, als Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) einige Worte zur Bildungspolitik der AfD vorzutragen. Die bildungspolitischen Positionen der AfD sind mit den Werten und Zielen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unvereinbar. Die autoritäre und demokratiefeindliche Einstellung der AfD zu Schule und Unterricht ist indiskutabel. Die AfD schließt bewusst aus, dass Schule ein wichtiges Lernfeld für soziales und demokratisches Verhalten sein muss. Sie spricht sich gegen Schulsozialarbeit aus und fordert, dass problematischen Schülern mit Druck und Autorität entgegenzutreten ist. Wir von der Gewerkschaft halten dem entgegen, dass eine autoritäre Schule die Grundlagen für einen autoritären Staat und letztlich für eine Diktatur legt. Druck und Drill fördern Angst und Anpassung und behindern das Lernen. Und auch die Beibehaltung bzw. Wiedereinführung des Frontalunterrichts erstickt die Entwicklung des freien Denkens. Dazu passt natürlich, dass die AfD die Mehrgliedrigkeit des Schulsystems aufrecht erhalten will und damit viele Schüler in der Entwicklung ihres Leistungsvermögens einbremst. Es überrascht auch nicht, dass die AfD nichts von Inklusion hält und weiterhin auf Sonderschulen und damit auf Ausgrenzung setzt. Bleibt abschließend noch hinzuzufügen, dass die AFD ganz offen zur Hatz auf demokratisch gesinnte Lehrerinnen und Lehrer bläst und die Schüler zu Bespitzelung und Denunziation auffordert. Wer die Geschichte der Nazizeit kennt, dem kommt da so manches nicht unbekannt vor.

Andreas Salomon,

Gewerkschaft

Erziehung und Wissenschaft

Rosenheim

Die Aggressoren waren einwandfrei die Demonstranten. Dass die Demonstranten grölend durch die Stadt ziehen können, ist doch der Polizei zu verdanken. Die Polizei greift nicht an, sondern sie verteidigt sich. Dass da die Hochschulantifa, Verdi und SPD mitmachen, ist doch klar, die haben ja sonst nichts zu machen. Hat je einer dieser Teilnehmer mit einem der Vergewaltigungsopfer oder den Angehörigen von Ermordeten geredet? Dann zieht ein Robert Metzger die Angriffe gegen die Polizei auch noch ins Lächerliche. Als ich das Video gesehen habe, kam mir der Gedanke: So muss es in der Zeit gewesen sein, die immer als „So etwas darf nie mehr passieren“ dargestellt wird. Und dann die Aussage, die Normalen seien auf dem Gehweg geblieben. Die einzige Konsequenz wäre gewesen sofort zu gehen. So haben sie sich als Sympathisanten dargestellt.

Nikolaus Maier

Halfing

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