Deja-vu mit der CDU

von Redaktion

Zur Wahl der neuen CDU-Vorsitzenden (Berichte im Politikteil):

Ein Deja-vu. Zuerst Kohl und Merkel, jetzt Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer. Wie sich die Geschichte wiederholt. Die Zöglinge kommen an die Macht. In diesem Fall wie Phönix aus der Asche. Was aber im Vorfeld abgelaufen ist, ist widerlich. Friedrich Merz eine tragische Figur dabei. Zuerst von Merkel abgesägt und jetzt schon wieder eine Kampagne gegen Merz. Warum taucht nach 14 Jahren ein Obdachloser so einfach aus der Versenkung auf? Warum wird Merz vorgeworfen, dass er bei Black Rock arbeitet und zu viel verdient? Warum wurde in den Medien immer negativ über Merz berichtet? Für Merkel war Merz ein gefährlicher Konkurrent. So ist es für Sie der bessere widerstandslosere Weg. Was ist mit den Politikern, die nach ihrer Amtszeit in die Wirtschaft gewechselt sind, wie Koch, Schröder und andere Beispiele? Die verdienen jetzt auch nicht schlecht. Von der „Mini-Merkel“ wird nichts Negatives berichtet. Ich habe nichts gegen Frauen, aber noch einmal eine Kanzlerin, die konsequent die merkelsche Arbeit weiterführt, geht gar nicht. Wenn Kramp-Karrenbauer auch beteuert, sie werde ihre Politik anders führen. Man wird den Eindruck nicht los, dass im Hintergrund intensiv gegen Merz gearbeitet wurde. Man kann auch von Diffamierung sprechen. Merkel hat ganze Arbeit geleistet. Wie bisher leider auch. Ein Deja-vu eben.

Georg Widdmann

Töging

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