Zum Bericht „Volksbegehren zur Unzeit“ (Bayernteil):
Das ÖDP-Volksbegehren Artensterben „Rettet die Bienen“ käme laut Innenministerium nur langsam in Gang, obwohl von Mitte Mai bis 5. Oktober 94700 bestätigte Unterschriften als Antrag gesammelt, abgegeben und die Änderungen zum bayerischen Naturschutzgesetz vom Innenministerium zugelassen wurden. Die Eintragungsfrist für das Volksbegehren läuft nun zur angegebener „Unzeit“ im Winter nämlich von 31. Januar bis 13. Februar 2019. Die ÖDP kann dieses Volksbegehren nur in Verbindung mit einem breiten Bündnis aus Parteien, Verbänden, Vereinen, Privatpersonen und Landwirten machen. Dazu werden im Vorlauf in allen Landkreisen Volksbegehr-Bündnistreffen abgehalten. Es sind alle eingeladen, die das Volksbegehren unterstützen wollen, die im Kern einige Artikel des Naturschutzgesetzes verbessern wollen. Die Natur befindet sich global in einem desaströsen Zustand und zusätzliche Anstrengungen sind nötig, denn das Artensterben auf unserem Planeten setzt sich weiter fort. Drei Viertel des globalen Insektenbestandes sind in den letzten 30 Jahren verschwunden, oder unwiederbringlich ausgestorben. Der massive Eingriff des Menschen hat das funktionierende Gleichgewicht in der Welt der Insekten in eine gefährliche Schieflage gebracht durch Lichtverschmutzung, Flächenversiegelung und industrialisierte Landwirtschaft. Durch Pestizide verlieren Bienen die Orientierung. Auch Glyphosat hat Einfluss auf die Herzfrequenz der kleinen Brummer. Es müssen wieder Lebensräume (Blühflächen) geschaffen werden. Die Zeit wird knapp, denn wenn die Bienen sterben, sterben die Menschen. Die ÖDP und die Bündnispartner bitten alle Bürger, ihre Unterschrift in ihrer Gemeinde ab 31. Januar bis 13. Februar zu leisten. Die Bienen werden es ihnen danken!
Ingrid Ehlers
Aschau im Chiemgau