Zum Bericht „Bauern zeigen Wolf die Zähne“ (Regionalteil):
Es ist schon erstaunlich, zu welcher Hysterie die Funktionäre des Bayerischen Bauernverbandes fähig sind. Acht Nutztiere wurden 2018 von Wölfen in Bayern gerissen. Der Wolf ist ein streng geschütztes Tier. Es ist schön, dass diese hoch sozialen Tiere in Bayern wieder heimisch werden. Was wir unserer Verfassung verdanken, welche dem Tier als unserem Mitgeschöpf einen besonderen Schutz gewährt. Wer also Panik vor dem Wolf schürt, ist ein Hetzer, denn er handelt wider besseres Wissen. Er muss sich im konkreten Fall fragen lassen, warum sein Berufsstand, der von Hilfsleistungen der Gesellschaft lebt, eben dieser Gesellschaft den Wolf vorenthalten will. Politisch stellt sich die Frage, wann Fischerei-, Forst- und Landwirtschaft endlich in das Wirtschaftsministerium eingegliedert werden, denn volkswirtschaftlich weit bedeutsamere Branchen, wie Handel, Industrie und Tourismus, sind auch nicht mit eigenen Ministerien in der Bayerischen Staatsregierung vertreten. Auch würde das die Effizienz und das Zurückdrängen von Lobbyeinflüssen stärken.
Christian Blas
Traunstein