Insektenschutz: Landwirte mit ins Boot holen

von Redaktion

Zu „Unsere Natur wird übernutzt“ (Leserbrief):

Werter Herr Huber, ich lebe bestimmt in keiner Fantasiewelt, wie Sie schreiben. Ich bin Realist und liebe die Natur, mein Ziel ist es in kleinen Schritten wieder etwas gutzumachen, was zerstört wurde. Keiner kennt die Natur besser als unsere Bauern, die täglich mit ihr umgehen, deshalb will ich sie mit ins „Boot“ holen, ohne deren Mithilfe ist das unmöglich. Mit Ihren Worten wird das nie gelingen, wenn Sie über Monokulturen, große Maschinen, die den Boden verdichten, Gülle, Pestizide und Glyphosat schimpfen. Ohne Monokultur und große Maschinen können die Landwirte kein Billigfleisch herstellen, das die Verbraucher fünfmal in der Woche auf dem Tisch haben wollen. Also sind die Verbraucher die größten Naturzerstörer. Gülle ist ein hervorragender Dünger, wenn er sinnvoll eingesetzt wird. Dass unsere Bauern Glyphosat und andere Pestizide erfunden haben, glauben hoffentlich auch Sie nicht. Die staatlichen Institute haben all die giftigen Substanzen untersucht und als unbedenklich erklärt. Wer hat die Insekten auf dem Gewissen, der Bauer oder unser Staat samt Pharmafirmen? Sie schreiben von einer geldgierigen Agrarwirtschaft, wenn dem so wäre, hätten bestimmt nicht Hunderttausende ihre Höfe aufgegeben! Wenn der Verbraucher mit unserem Grundnahrungsmittel respektvoller umgehen würde und unsere Politiker für die Natur auch nur ein bisschen übrig hätten, so wäre eine Monokultur nicht notwendig. Nicht die Natur muss sich ändern, sondern wir Menschen. Der Anfang wurde von vielen Bauern durch Blühstreifen und blühende Stoppelfelder gemacht, vielleicht werden es immer mehr, damit die Bürger erkennen, dass unsere Bauern für die Natur ein Herz haben, das ist ein Dank wert!

Rudolf Eser

Griesstätt

Artikel 3 von 11