Zum Bericht „Die Löwen im Krisenmodus“ (Lokalteil):
Eishockey ist ein nettes gegönntes Hobby, aber warum so viel durch den Verein ausgeben? Für jedes andere Hobby, ob Mountainbiking, Skilanglauf, Rennradfahren, Alpinski, Segeln oder Flugmodellbau, kaufen sich die Aktiven ihre Ausrüstung selbst und bezahlen auch die Anfahrt zur Sportausübung selbst. Modellflieger finanzieren zu 100 Prozent ihre Flugplätze, Segelclubs am Chiemsee die Steganlagen. Und etliche Aktive übernehmen unentgeltlich auch Funktionsehrenämter, ob Segellehrer, Schiedsrichter bei Wettbewerben, in technischen Kommissionen oder Anlagenpflege. Warum der EHC nicht auch so, Spieler, kauft eure Ausrüstung selbst, zahlt die Fahrtkosten, um das Hobby Punktspiele in einer Liga auch auswärts zu absolvieren, über und aus dem Clubbeitrag angemessen an die Stadt auch für die Eisflächennutzung. Hobbyflieger in Ampfing bezahlen auch Flugplatznutzungsgebühren (Landegebühr) an die Flugplatz-GmBH der Gemeinden Ampfing und Waldkraiburg. Und Eishockey gilt im Medizinbereich als eine der am verletzungsträchtigsten Teamsportarten, von daher gibt es keinen besonders förderungswürdiger Wert. Weniger Geltungsbedürfnis, gegebenenfalls in niedrigerer Liga spielen. Skilaufen in Aschau kann ich mir leisten, Helikopterskiing in Kanada nicht. Zur Sportausübung braucht es weder Sponsoren noch Geld von Zuschauern.
Wolfgang Schönfelder
Mühldorf