Unterschied zwischen Profis und Hobbysportlern

von Redaktion

Zu „Keine Probleme, nur Ansprüche!“ (Leserbrief):

Der Leserbrief von Herrn Schönfelder kann nicht unkommentiert bleiben, dafür steht zu viel Unsinn darin. Natürlich kauft sich jeder Eishockeyspieler, wie jeder andere Sportler auch, seine Ausrüstung selbst. Er fährt auf eigene Kosten zu seinen Spielen und finanziert auch seine Trainingszeiten. Sie bringen da zwei Dinge durcheinander, nämlich das Hobby „Sport“ und den Beruf „Sportler“. Denn beim EHC Waldkraiburg sprechen wir nicht von einer Hobbymannschaft, sondern von einer Profi- oder Halbprofimannschaft. Das gibt es in allen erdenklichen Sportarten. Bei solchen Teams ist es üblich, die Spieler nicht nur zu bezahlen, sondern ihnen auch die Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Meinen Sie vielleicht, ein Robben oder Müller kauft sich seine Schuhe selbst? Es ist hier wie in jedem Unternehmen, die Mitarbeiter bekommen ihr Arbeitsgerät und die dazugehörige Kleidung vom Arbeitgeber gestellt. Wo also ist das Problem? Meinen Sie wirklich, dass ein profimäßiger Modellflieger, der bei Weltmeisterschaften startet, sich alles selbst leistet? Oder der Profisegler – um bei Ihren Beispielen zu bleiben. Trotz aller Professionalität gibt es auch beim EHC Waldkraiburg jede Menge Mitglieder, die sich durch ehrenamtliche und unentgeltliche Mitarbeit einbringen, denn Eishockey, das ist kein Geheimnis, ist kein billiger Sport. Zur Förderwürdigkeit: Eishockey ist ein körperlicher Sport und nicht gefährlicher als Handball, Fußball oder Leichtathletik. Gerade in Zeiten multimedialer Überflutung ist es doch erstrebenswert, gerade die Jugend von der Couch herunter zu bekommen, denn dort lauern die größten Gefahren, etwa Adipositas bereits in der Pubertät. Deshalb gibt es auch die Sportförderprogramme der Stadt und auch des Landkreises für die Nachwuchsarbeit. Damit die Jugend etwas davon hat. Die Senioren zahlen sich nämlich ihr Eis selbst.

Michael Lode

EHC Waldkraiburg

Jugendleitung

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