Zu „Intra- und interkommunale Zusammenarbeit“ (Leserbriefe):
Herr Wehrle hat nicht recht, wenn er schreibt, dass der Bürgerentscheid unverständlich und Auslöser einer unsäglichen Diskussion und Streitereien rund um den Neubau des Schwimmbades sei. Die Initiatoren und die Befürworter haben lediglich von einem urdemokratischen Grundprinzip Gebrauch gemacht, welches in der Bayerischen Verfassung verankert ist. Ich empfehle außerdem einen Blick in die Bayerische Gemeindeordnung zu werfen. Im Artikel 18 a steht, dass die Gemeindebürger über Angelegenheiten des eigenen Wirkungskreises der Gemeinde einen Bürgerentscheid beantragen können. Konstruktive Kritik und sachliche Meinungsäuße-rungen sind unverzichtbar in jeder Demokratie. Für mich unverständlich ist nach wie vor das Verhalten der Gegner des Bürgerentscheides. Sie wollen die demokratisch herbeigeführte Entscheidung immer noch nicht akzeptieren. Niemand verliert gerne. Aber in einer Demokratie muss man auch Abstimmungsniederlagen hinnehmen. Der erkennbar vorhandene Riss, der durch Aschau geht, kann nur dann über-wunden werden, wenn die Befürworter des Neubaus wieder vernünftig und einsichtig werden. Völlig unverständlich ist, dass man Unmut und Frust an einer einzelnen Person auslässt. Gabi Reiter, die ehrenamtlich tätig ist, setzt sich in ihrer Funktion als Vorsitzende des Kindergartenfördervereins für die Belange der Aschauer Kinderwelt „Mariä Himmelfahrt“ ein. Ihre Arbeit verdient unser aller Respekt. Ich appelliere auch an den Bürgermeister, durch eine eindeutige Erklärung das Ergebnis des Entscheides zu respektieren, damit Aschau wieder zur Normalität zurückkehrt. Bei einer Abstimmung im Sinne der direkten Demokratie gibt es keine Gewinner oder Verlierer. Verlieren kann nur die Demokratie!
Oswald Siegfried
Aschau/Inn