Was ist mit Kreuzfahrtschiffen?

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Feinstaub-Diskussion (Berichte im Politikteil):

Ich finde es ganz toll, dass es einen Verein wie die Deutsche Umwelthilfe gibt, die sich den akuten Problemen der Umweltbelastung annimmt. Aber dass dieser Verein nun gegen Silvesterfeuerwerke klagen will, ist unverständlich und kann nur in Deutschland passieren. Hier soll den Bürgern die Freude am Jahreswechsel genommen werden. Es sollen nur noch Feuerwerke an einem zentralen Punkt stattfinden. Die Deutsche Umwelthilfe hat sich ja auch des Dieselproblems angenommen. Ganz sicher hat die Automobilindustrie gewaltige Fehler gemacht. Aber nicht erwähnt wird, dass die Messstellen in Deutschland im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern an den falschen Stellen angebracht sind – nämlich direkt an den Straßen. Woanders sind sie einige Meter entfernt. Es fällt auch kein Wort der Kritik über die Feinstaubbelastung, wenn Raucher zusammenstehen. Noch schlimmer finde ich das Verschweigen der Umweltbelastung, die durch die Flugzeuge billigend in Kauf genommen wird. Und einmalig ist auch das Verschweigen der Deutschen Umwelthilfe, wenn es um Schiffe geht. In Hamburg ist die Feinstaubbelastung, die durch ein- und ausfahrende Schiffe des Hafens weitaus größer als durch Autos. Verschwiegen wird auch, dass ein Kreuzfahrtschiff während einer achttägigen Fahrt 240000 Tonnen Sprit verbraucht. Und hierbei handelt es sich um Schweröl! An die vielen Kreuzfahrt- und Containerschiffe und Frachter denkt die Deutsche Umwelthilfe nicht. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.

Bernd Pusch

Rosenheim

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