Wider die Genderisierung unserer Sprache

von Redaktion

Zum Bericht „Zum ersten Mal als Frau“ (Bayernteil) und zum Kommentar „Nicht zu pedantisch“ (Politikteil):

Sehr geehrte Frau Adam, herzlichen Dank vor allem für den letzten Satz in Ihrem Kommentar zur Gendersprache. Ich frage mich, wie weit man eigentlich diesen Sprach- und Schreibwahnsinn noch treiben will. War doch schon die sicher sehr kostspielige Rechtschreibreform mehr oder weniger ein Flop. Auch die „…innen“ sind doch mehr als lächerlich. Vielleicht sollte man die Artikel generell abschaffen, damit es kein männlich und weiblich mehr gibt. Es ist offenbar noch nie aufgefallen, dass der männliche Artikel im Singular bei allen Wörtern im Plural weiblich ist. Das müsste doch den streitbaren Damen genügen! Und dass der Mensch kein Mann ist, sondern Mann und Frau zugleich bedeutet. Folglich (der Mensch als) Bürger oder Kunde alle anspricht. Unsere Sprache bietet doch die genaue Differenzierung, wenn es denn nötig ist. Und die sogenannte Gendersprache finde ich eher diskriminierend. Herr Markus ist jetzt – nach sicher nicht leichter Entscheidung – Frau Tessa, fertig.

Lydia Winner

Stephanskirchen

Markus Ganser nennt sich nun Tessa. Die Folge? Ein Transvestit wird „herzlich“ im Landtag beklatsch und des Kaisers neue Kleider feiern fröhliche Urstände.

Armin Rieble

Stephanskirchen

Sprache lebt und Sprache ändert sich, wie alles Lebendige sich ändert. Wer aber verändert, erst schleichend, dann zunehmend brachial, Sprache, und warum? Wer hat das Recht, das Denken der Menschen, mein Denken, vor sich her zu treiben? Ich denke in Worten, und ich tue das in der Sprache, die in meinem Kopf und meinem Herzen einfach da ist, so wie ich sie vom ersten Tag meines Lebens gehört und erlernt habe. Und niemand hat sich Zugang zu meinem Kopf und Herzen zu verschaffen, dem ich es nicht gewähre, der mein Denken nicht bereichert, es nicht schärft und nicht immun macht gegen Dummheit. Von Kaiser Augustus bis Mao Zedong – das sind 2000 Jahre unsäglicher, von Sprachmissbrauch getragener Propaganda mit Millionen Toten als Ergebnis. Immer im Schafspelz daherkommend, und immer mit 100 blühenden Blumen als Symbol erhabenster Absichten. Goebbels, Gender und Genossen! Ihr wollt Weltliteratur, die ihr nie verstanden habt, umschreiben und damit verändern, Worte befehlen, Worte verbieten, Regeln ändern, die ihr nie begriffen habt, ihr wähnt euch im Tanz um das Kalb der goldenen Wahrheit, die ihr selber festlegt oder ändert, wie es euch genehm ist. Ihr seid selbst die Kälber und tanzt in Wirklichkeit um den Stier des Phalaris, der euch verbrennen wird, wenn die nächsten Kälber euren Tanzplatz fordern. Und diese Kälber sind lange schon gezeugt.

Georg Igl

Gars

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