Zum Leserbrief „China als Partner der Zukunft“:
Wenn Herr Strickner davon spricht, dass China unsere Arbeitsplätze sichert, der Jugend unserer Region eine Zukunftsperspektive gibt und den Wirtschaftspartnern eine friedliche und gute Zukunft bietet, dann hat er von der chinesischen Politik rein gar nichts begriffen. Zunächst: nichts gegen Kooperation mit China, aber dann zu fairen, partnerschaftlichen Spielregeln! Bei den chinesischen Investitionen in der Welt handelt es sich um nichts anderes als die strategische Sicherung von Rohstoffvorkommen, der Erlangung von Kernkompetenzen in Schlüsselindustrien und der Sicherung von Infrastruktur, insbesondere von Transportwegen. Dabei werden chinesische Interessen rücksichtslos durchgesetzt. Bau- und Erschließungsprojekte werden ausschließlich mit chinesischen Arbeitern durchgeführt, jede Tonne Stahl und jeder Sack Zement dafür werden aus China eingeführt. Finanziert wird das Ganze mit chinesischen Krediten, für die astronomische Zinsen zu bezahlen sind. Alle diese Projekte ruinieren langfristig die Länder, die sich auf diese „Zusammenarbeit“ einlassen und führen auf Jahrzehnte hinaus zu völliger Abhängigkeit von China. Sicherung von Arbeitsplätzen, Perspektive für die Jugend? Ganz genau das Gegenteil! Die süd- und osteuropäischen Länder, die auf diese Art und Weise mit China kooperieren, tragen zur Spaltung Europas bei und verschaffen der chinesischen Wirtschafts- und Finanzpolitik großzügigen Zugang zu unseren Ressourcen und Kompetenzen. China betreibt Imperialismus mit „friedlichen“ Mitteln und viele in der westlichen Welt, auch Herr Strickner, fallen darauf herein. Unter dem Schafspelz der Wirtschaftspolitik versteckt sich aber nichts anderes als die Durchsetzung der kommunistischen Ideologie der Weltherrschaft. Wohin das führt, müssten wir alle eigentlich längst begriffen haben!
Dieter Eberle
Rosenheim