Pornos zersetzen Moral

von Redaktion

Zum Bericht „Pornodrehs beschäftigen Bauausschuss“ (Lokalteil):

Ein Pornodarsteller entrüstet sich über seinen Vermieter, der ihm aus moralischen Bedenken die Wohnung kündigen möchte, mit den Worten: „In Bayern ticken die Uhren halt immer noch anders“ – bezüglich Pornografie. Hoffentlich hat er Recht! Sexualität hat immer etwas Prickelndes. Das ist gut so – sonst wäre die Menschheit schon ausgestorben. Das Porno schauen kann die sexuellen Aktivitäten eines Paares momentan beflügeln. Aber sehr schnell merkt einer der Partner, dass der andere beim Zusammensein nicht mehr ihn, sondern ganz andere Personen und Bilder im Kopf hat und fühlt sich betrogen. Der geistige Ehebruch führt sehr schnell zu Spannungen und Entfremdung. Pornografie hat außerdem die Wirkung einer Droge. Man braucht immer härtere Stimulationen für die gleiche Erregung. Dann schaut man nicht mehr nur dem scheinbar harmlosen Pärchen zu, sondern ergötzt sich an den Bildern von missbrauchten Frauen, die es nur unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen schaffen, ihren Körper zur Schau zu stellen. Die nur auf Luststeigerung ausgerichtete Pornografie zerstört außerdem jedes Jahr Frauen in Deutschland den Seelenfrieden, weil sie nach einer unerwünscht eingetretenen Schwangerschaft zur Abtreibung gedrängt wurden. Auch zum Schutze der im Haushalt lebenden Kinder hat Pornografie in den eigenen vier Wänden nichts zu suchen. Denn der Missbrauch findet zu 97,5 Prozent nicht im kirchlichen Bereich, sondern im häuslichen Umfeld statt. Wer sich also selbst oder andere vor verführerischer Pornografie schützen will, informiert sich am besten im Internet unter „safersurfen“. Dann können wir hoffen, dass in Bayern auch in Zukunft die Uhren noch anders ticken, weil wir nicht zulassen, was Karl Marx gesprochen hat: „Willst du ein Volk zerstören, musst du seine Moral zerstören.“

Hildegard Sochatzy

Kirchdorf

Artikel 1 von 11