Brauchen echte Energiewende

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Energiewende in Deutschland, zum Kommentar von Dirk Ippen „Deutschland kann die Welt nicht retten“ (Politikteil) und zu Leserbriefen:

Der Verfasser des Leserbriefes „Haarsträubende Aussagen“ legt als Physiker Wert darauf, dass Behauptungen belegt werden. Hierzu empfehle ich die Lektüre der zahlreichen Publikationen im Internet-Auftritt von EIKE (Verein „Europäisches Institut für Klima und Energie“), ein Zusammenschluss von namhaften Wissenschaftlern, sieht die Behauptung eines menschengemachten Klimawandels als naturwissenschaftlich nicht begründbar. Da das Thema Energiewende im Zusammenhang mit dem Klimawandel nicht ohne Belang ist, verweise ich auf den ebenfalls von EIKE veröffentlichten Vortrag von Prof. Dr. H. Alt „Energiewende zwischen Wunsch und Wirklichkeit“. Ich möchte mich an dieser Stelle auch für den Beitrag von Herrn Dirk Ippen „Deutschlands Energiewende fährt gegen die Wand“ bedanken. Leider findet man in den Medien viel zu selten derart objektive Aufsätze.

Ulrich Huber

Staudach-Egerndach

Vielen Dank für diesen großartigen Artikel von Herrn Ippen. Er ist ein Lichtblick im fast gleichgeschalteten Blätterwald.

Udo Urban

Söchtenau

Dass Deutschland die Energiewende gegen die Wand fährt, wird zunehmend wahrscheinlicher. Die Mittel, die man dagegen einsetzen will, sind mehr als fraglich. Dass die alternativen Energien Strom nicht zum gewünschten Zeitpunkt liefern, ist unbestritten. Ab einem bestimmten Anteil ist eine Speichermöglichkeit unverzichtbar. Die Kohle- und Kernkraftbetreiber können sich heute noch über ihre äußerst erfolgreiche Lobbyarbeit zur Verhinderung einer echten Energiewende freuen. Dabei erklären Fachleute seit Jahren, dass man den überflüssigen Strom der Erneuerbaren in Wasserstoff oder Erdgas wandeln könnte. Das ist nach meinen Informationen großtechnisch möglich. Das subventioniert man aber vorsichtshalber nicht. Beim Fracking werden meines Wissens nach wassergefährdende Chemikalien eingesetzt. Haben Sie das in Ihrem Bericht vergessen oder sind meine Informationen falsch? Die Kernkraft als „immissionfreieste Energiequelle“ zu bezeichnen ist der Höhepunkt in dem Bericht. Jeder Bauherr muss seinen Erdaushub inzwischen beproben lassen, die Kernkraftbetreiber haben nach Jahrzehnten noch kein Endlager für ihren radioaktiven Abfall. Wenn Sie saubere Energie als hohle Phrase bezeichnen, wollen Sie offensichtlich weiter alles an Kohle und Erdöl verbrennen und solche Mengen an radioaktivem Abfall produzieren, bis sich das Problem durch eine globale Katastrophe von selbst erledigt. Ich habe jedenfalls vor einer Woche meinen ersten Erdgas-Lkw in Dienst gestellt. 15 Prozent weniger Kohlendioxid und so gut wie keine gesundheitsschädlichen Abgase. Wenn meine Vision aufgeht, werde ich in einigen Jahren mit Biogas fahren und dabei den Kohlendioxid-Ausstoß meiner Lkw-Flotte um mindestens 80 Prozent gegenüber Diesel reduzieren.

Herbert Stangl

Waldkraiburg

In dem Kommentar „Deutschlands Energiewende fährt gegen die Wand“ legt Dr. Ippen seine persönliche Meinung zur Energiewende, Fracking und die Nutzung der Kernenergie dar. Das ist absolut legitim. Ich teile seine Haltung nicht und könnte all die Argumente, die schon seit Jahrzehnten bekannt sind, erneut in die Diskussion einbringen. Darum geht‘s mir aber nicht! Sei‘s drum! Was mich entsetzt, ist der letzte Satz in seinem Kommentar: „Albert Einstein als Symbol von Vernunft und Wissenschaft wird durch unsere verfehlte Klimapolitik heute zum zweiten Mal aus unserem Land vertrieben.“ Der Kommentar setzt damit die Klimapolitik der Bundesrepublik mit der Politik der Nationalsozialisten gleich. Dieser Vergleich verharmlost entweder den Nationalsozialismus oder suggeriert eine Ökodiktatur, die ähnlich gebaut ist, wie der damalige Nationalsozialismus. Einstein entstammte einer jüdischen Familie. Er war Pazifist und glücklicherweise bei der Machtübernahme der Nazis am 30. Januar 1933 für einige Monate auf einer Auslandsreise. Nachdem er durch seine pazifistische Haltung und einer veröffentlichten Erklärung immer stärker unter Druck geriet, gab er in der deutschen Botschaft in Brüssel seinen Reisepass zurück und stellte im April 1933 einen Antrag auf Ausbürgerung. Nach Durchsuchungen seines Hauses und der Proklamation durch Reichspropagandaminister Goebbels „Jüdischer Intellektualismus ist tot“ wurden im Mai 1933 im Rahmen der öffentlichen Verbrennung „undeutschen Schrifttums“ auch Schriften von Einstein verbrannt. Einstein fand später heraus, dass sein Name auf einer Attentatsliste mit Kopfgeld stand. Wer weiß, wie es ihm ergangen wäre, wäre er im Frühjahr 1933 nach Berlin zurückgekehrt.

Dieter Fuchs

Bad Aibling

Dieser Artikel ist an Ignoranz und Unwissenheit kaum mehr zu überbieten. Wie kann man die Kernkraft als „immissionsfreieste Energiequelle überhaupt“ bezeichnen. Radioaktive Strahlung ist genauso eine Immission wie Kohlenstoffdioxid. Der Gipfel ist es aber, den Supergau von Fukushima und seine globalen Auswirkungen auf die Aussage zu reduzieren „…nur, weil es in Japan ein Seebeben gab“. Kann es sein, dass Herr Ippen seine Leser provozieren wollte? Nein, das kann auch wiederum nicht sein. Das würde ja nicht zu einer seriösen Zeitung passen. Solche Zeitungen respektieren ihre Leser und deren Intellekt. Nix für ungut.

Reinhard Deutsch

Bruckmühl

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