Katastrophe im Schlachthof

von Redaktion

Zum Bericht „652 Schweine im Münchner Schlachthof verbrannt“:

In der Zeitung war zu lesen, dass wegen fehlerhafter Lebendbeschau im Münchner Schlachthof, 652 Schweine verbrannt, oder – bürokratisch genannt – entsorgt werden mussten. Der Skandal ist, dass mit der Schlachtung begonnen wurde, bevor zwei Amtstierärzte die vorgeschriebene Lebendbeschau durchgeführt haben.

Dabei kann festgestellt werden, ob ein Schlachttier krankhaftes Verhalten zeigt oder sonstige Auffälligkeiten auftreten. Es wurde berichtet, dass nur ein Tierarzt die Lebendbeschau durchgeführt hat.

Nach der Schlachtung wird jedes Schlachttier noch einmal gründlich untersucht. Hier können die Veterinäre genau feststellen, ob ein Tier krank ist oder nicht. Die Innereien wie Leber, Lunge, Herz oder Nieren sowie der Darmtrakt werden untersucht. Eventuelle Krankheiten können so erkannt werden. Werden nach der Beschau die Schlachtkörper als „Ohne Befund“ bewertet, werden sie für den menschlichen Genuss als tauglich gestempelt. Es ist davon auszugehen, dass die verbrannten Schweine genusstauglich waren und ohne Probleme hätten verkauft werden können. Mit normalem Menschenverstand ist das nicht zu erklären. Um in Zukunft zu vermeiden, dass sich das wiederholt, müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Franz Smeets

Bruckmühl

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