Berichterstattung: Prioritäten falsch gesetzt

von Redaktion

Zum Bericht „Papst ruft Muslime zum Frieden auf“ (Politikteil):

Beim Besuch der Vereinigten Arabischen Emirate hat der Papst mit dem Großscheich der Al-Azhar-Universität in Kairo ein Dokument unterzeichnet, das den Kampf beider Religionen gegen Extremismus und Terror festschreibt. Beim Bericht darüber wurde aber verschwiegen, was noch drinsteht: „…Das erste und wichtigste der Religion ist es, an Gott zu glauben, der uns die Gabe des Lebens geschenkt hat, um sie zu behüten. Niemand hat das Recht, diese Gabe wegzunehmen, zu bedrohen oder nach seinem Gutdünken zu manipulieren. Im Gegenteil: Alle müssen diese Gabe des Lebens von ihrem Anfang an bis zu ihrem Tod bewahren. Deshalb verurteilen wir alle Praktiken, die das Leben bedrohen, wie die terroristischen Akte, den Handel mit menschlichen Organen, die Abtreibung und die Euthanasie sowie die politischen Handlungsweisen, die all dies unterstützen.“ Beim Bericht aus Abu Dhabi wurde das unterschlagen. Dem Berichterstatter schien es viel wichtiger zu sein, dass der Papst beim Rückflug sexuelle Belästigungen von Ordensfrauen durch katholische Priester angesprochen hat.

Thaddäus Weindl

Raubling

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