Zur Berichterstattung über das Volksbegehren zur Erhaltung der Artenvielfalt (Bayern- und Regionalteil) und zu Leserbriefen:
Enteignung auf politischem Weg – so etwas geht gar nicht in einer Demokratie! Die geplanten Änderungen des Naturschutzgesetzes sind in meinen Augen Enteignung! Im Internet ist auf Youtube ein etwa 18-minütiges Video zu sehen mit dem Titel „NDR Regenwasser voller Nanopartikel.“ Darin informieren Wissenschaftler darüber, dass es nur noch circa 20 Prozent der Insekten gibt, die es einmal gab, 80 Prozent sind verschwunden. Sie fanden heraus, dass die Hauptursache für das Insektensterben nanopartikelhaltiges Regenwasser ist, welches auf Biotope sowie auf konventionelle und biologisch bewirtschaftete Wiesen und Felder gleichermaßen fällt. Wie kommen Nanopartikel ins Regenwasser? Die Landwirtschaft als Hauptschuldigen zu brandmarken ist unfair und schlichtweg falsch. Nach meiner Information wurde im Jahr 2016 die Genehmigung für den Einsatz von Bti zur Bekämpfung von Stechmücken am Chiemsee bis zum Jahr 2020 verlängert. Auch andere Einflüsse, um nur einige zu nennen, wie zum Beispiel Tankerauswaschen auf dem Meer, Kreuzfahrtschiffe sowie der Flugverkehr gehören unbedingt genauer betrachtet. Fakt ist, dass sich dringend etwas ändern muss! Monokulturen und Pflanzenschutz müssen überdacht werden, auch im Hinblick auf das Jakobs- und Wasserkreuzkraut. Beide sind giftig für Mensch und Tier, besonders für Rinder und Pferde. Es ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft, gesunde Lebensgrundlagen und Artenvielfalt zu erhalten, dies darf und kann nicht nur auf dem Rücken der Bauern ausgetragen werden! Wenn jeder Mensch seinen Beitrag leistet, werden wir es gemeinsam schaffen, unseren Kindern eine gute und artenreiche Welt zu hinterlassen, in der es sich lohnt zu leben!
Gertraud Riepertinger
Frasdorf
Ganze Seiten voller Leserbriefe zum Thema Volksbegehren, „Erhaltung der Artenvielfalt“, „Rettet die Bienen“, beweisen das Interesse am aktuellen Thema. Der Einsatz für den rechten Umgang mit der Schöpfung ist notwendig, über den richtigen Weg muss, möglichst ohne ideologische Vorbedingungen, diskutiert werden. Mich wundert allerdings bei der ganzen Diskussion, dass die Unterstützer des Anliegens, vielfach Wähler und Politiker aus dem grün-linken Lager, beim Thema Schutz des ungeborenen Lebens der Menschen eine meist gegensätzliche, unnatürliche und unmenschliche Meinung vertreten. Laut amtlicher Statistik werden an jedem Werktag in Deutschland etwa 400 ungeborene Kinder umgebracht. Dass diese unschuldigen und wehrlosen Kinder Menschen sind, wird wohl niemand leugnen, ich kann dies aus mehrfachem eigenem Erleben nur bestätigen. Sie besitzen deshalb ein eigenes Lebensrecht. Ich bitte darum, dass nicht nur die Bienen, Vögel, Frösche und die ganze Schöpfung, sondern auch das Lebensrecht der ungeborenen Kinder ab dem Moment der Empfängnis geschützt wird. Die Zustände, zum Beispiel in Holland, begründen diese Schutzbedürftigkeit mittlerweile auch für die alten und kranken Menschen bis zu deren natürlichem Tod. Wehret den Anfängen!
Joseph Hartmann
Kiefersfelden
Jeder, der einen Garten hat, sollte keinen Mähroboter benutzen, Blumeninseln stehen lassen und so weiter. In unserer Siedlung sind wir so ziemlich die Einzigen, die im Gras solche Blumeninseln stehen lassen (eine große Insel und drei weitere kleine). Dies tun wir seit einigen Jahren, weil wir festgestellt haben, dass es weniger Bienen, Hummeln und Wespen gibt. Ich bin gespannt, ob die Gartenbesitzer ihr Verhalten ändern, nachdem so viele Unterschriften beim Volksbegehren abgegeben wurden! (Ich verstehe nicht, warum die Gartenbesitzer sich die Arbeit des Mähens nicht sparen, da man die Arbeit mit einmaligem Zubetonieren erledigen kann, damit man dann irgendwo auf der Welt hinfliegen könnte, ohne schlechtes Gewissen wegen des noch nicht gemähten Rasens zu Hause zu haben).
Adolf Wagner
Kolbermoor
Nehmen sich jetzt die 18 Prozent der Bevölkerung, die im Volksbegehren unterschrieben haben, an der eigenen Nase und kaufen ökologische Lebensmittel aus Bayern ein? Schau ma moi!
Thomas Huber
Ostermünchen