Unsägliche Flickschusterei beim Thema Rente

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die gesetzliche Rente (Wirtschaftsteil):

Die Änderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung nehmen in immer rascherer Folge zu: Regelaltersrente für Frauen steigend vom 60. auf das 65. Lebensjahr, teilweise Reduzierung der Ausbildungszeiten bis hin zur völligen Streichung des abgeschlossenen Studiums als Ausbildungszeit, Einführung der „Mütterrente“, Erhöhung der Regelaltersrente auf das 67. Lebensjahr, Absenkung des Rentenniveaus, Absenkung der abzugsfreien Rente auf 63 Jahre für langjährig Versicherte, Einführung der Grundsicherung, Diskussion zur Lebensleistungsrente und neuerlichen Rente ohne Bedürftigkeitsprüfung. Und je näher die nächste Bundeswahl rückt, desto mehr wird die gesetzliche Rente von den Parteien, besonders der SPD, thematisiert.

Leider geht keine Partei das Rentenproblem grundsätzlich an. Vielmehr wird wieder im Hinblick auf Stimmenfang unsägliche Flickschusterei betrieben oder eine auf allen Ebenen unwürdige Diskussion angezettelt, und das von Parlamentariern, welche großenteils als freigestellte Beamte von der gesetzlichen Rente nicht oder über den Ehepartner nur marginal betroffen sind. Dabei gibt es eine denkbar einfache Lösung, deren Umsetzung bis zum vollständigen Abschluss rund 40 Jahre dauert. Es ist der gleitende Übergang und die sukzessive Ablösung der mit von Arbeitnehmern und Arbeitgebern geleisteten Beiträge zur gesetzlichen Rente hin zur steuerfinanzierten Rente für alle. Und wenn ich sage „für alle“, dann meine ich auch alle. Und zwar alle, also alle, die im jetzigen Sinne rentenberechtigt sind, alle Beamte und Selbstständige, auch die mit eigenen Versorgungswerken. Auch alle Parlamentarier bis hin zum Bundeskanzler und Bundespräsidenten sowie Hausfrauen, Arbeitslose und Obdachlose.

Axel Hilbert

Edling

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