Zum Artikel „Generation Z wie Zukunftsangst“ (Sonderthema):
Ich bin heute fast 18 Jahre alt, in weniger als drei Monaten schreibe ich mein Abitur. Mit 13 Jahren, also in der 7. Klasse, habe ich mein erstes Smartphone bekommen, womit ich sogar eher spät dran war. Im Verlauf meiner Schulzeit wurde das Thema „Handy in der Schule“ erst ignoriert, dann verteufelt. Erst jetzt beginnt man damit, eine Lösung für die Problematik zu finden. Dürfen Schüler also ihr Handy in der Schule nutzen oder nicht? Und wenn ja, mit welchen Einschränkungen? Ohne Zweifel gehört das Handy nicht in die Klassenräume, aber macht es wirklich Sinn den Schülern auch in ihrer Freizeit (also in den Pausen) den Umgang mit dem Smartphone zu verbieten? Ansätze gibt es mindestens so viele, wie es Meinungen zu diesem komplexen Thema gibt. Ein absolutes Handy-Verbot an Schulen funktioniert allerdings eher suboptimal. Und natürlich könnte man sich jetzt wieder brüskieren und den Spazierstock wütend Richtung der Schüler strecken mit Worten wie „Früher war alles besser“. Fakt ist aber, dass das Rad der Digitalisierung immer schneller voran rollt und ihm eben benannten Spazierstock zwischen die Speichen zu klemmen am Ende auch nichts bringt. Wie weit darf die Schule überhaupt Vorschriften machen? Streng genommen sollte uns die Schule gar nicht vorschreiben, wie viel Zeit wir im Internet oder am Handy verbringen. Ich sehe die Aufgabe der Schulen eher im Bereich der Aufklärung. Das Smartphone hat nicht die Schuld daran, dass die Jugend von heute nicht mehr miteinander redet, nein, die Schuld trifft die Jugend von heute und ihre oftmals ungesunde Einstellung zum Internetkonsum. Die richtige Reaktion wäre also die Kinder dazu anzuregen ihren Konsum selbst zu reflektieren.
Nadja Brennstuhl
Bad Aibling