Zum Artikel „Renten-Paradies Österreich?“ (Politikteil):
Ja, Österreich ist ein Rentenparadies! Leider sind unsere Politiker, allen voran Hubertus Heil (SPD) und die angeblichen „Sozialexperten“ der CDU/CSU, FDP, SPD und der Grünen, nicht fähig oder willens an unserem maroden Rentensystem, weil unsozial und unsolidarisch, etwas zu ändern!
Österreich zum Beispiel braucht keine Riesterrente, weil die gesetzliche Rente dort zum Leben reicht, Punkt. In Österreich liegt der Rentenbeitrag bei 22,8 Prozent bei uns bei 18,6 Prozent. Nun darf man aber nicht den Riesterbeitrag von vier Prozent dazu rechnen, geschweige denn noch einen Betriebsrentenbeitrag, dann liegt man bei etwa 25 Prozent. Also ist die groß herausgestellte „doppelte Haltelinie“ von Andrea Nahles Augenwischerei. Die gesetzliche Rente sollte den Lebensstandard im Alter der Arbeitnehmer sichern, was ich privat mache, ist dann allein meine Sache. Zum Verständnis: Ein Arbeitnehmer, der 45 Jahre so viel verdient, dass er jedes Jahr einen Rentenpunkt erwirbt (ein Punkt = 33,03 Euro), hat nach 45 Arbeitsjahren eine Rente von 1486,35 Euro zu erwarten. Ein Politiker hat ab Juli 2019 nach acht Jahren Bundestag einen Anspruch auf 2014,60 Euro. Das Parlament kostet den Steuerzahler (709 Abgeordnete) im Monat etwa 26,3 Millionen Euro. Und das sind nur die Diäten. Wie lange lässt sich der „Deutsche Michel“ dieses Unrecht noch gefallen? Was die einst verspotteten Österreicher bravourös umgesetzt haben, sollte bei uns auch möglich sein. Es ist möglich, es bedarf allerdings eine „Soziale“ Partei in der Regierung, die die Buchstaben in ihrem Programm auch umsetzt! Die Arbeitnehmer und Rentner Union könnte diese Partei werden. Neue Politiker braucht das Land!
Holger Mairoll
Kolbermoor