Zur politischen Beziehung zwischen Deutschland und den USA:
Sind die US-Amerikaner unsere Freunde? Deutsche Politiker aller Couleur beschwören immer wieder die Freundschaft und Partnerschaft zu dem großen Bruder jenseits des Atlantiks. Wie abhängig die deutsche Wirtschaft von amerikanischen Großkonzernen ist, kann sich nur jemand vorstellen, der sich einmal bemüht, ernsthaft darüber nachzudenken. Die Macht amerikanischen Geldes und der amerikanischen Geheimdienste kann man am deutlichsten am Niedergang Venezuelas vor Augen geführt bekommen. Seit der Enteignung amerikanischer, in erster Linie Öl-Unternehmen durch die venezolanische Regierung geht es bergab mit dem Land. Ein Strohmann der US-Amerikaner namens Juan Guaido wurde von der deutschen Regierung gleich als legitimes Staatsoberhaupt Venezuelas anerkannt, sehr zum Wohlwollen der US-Regierung, welche im Gegenzug auch Deutschland mit Sanktionen droht, sollte die Nordstream-2-Gaspipeline in Betrieb gehen. Ein mieser Vorwand wird als zu große Abhängigkeit Deutschlands von russischen Energielieferungen vorgeschoben, dabei wollen die USA in erster Linie ihr teures Fracking Gas an uns verkaufen. Jedenfalls finde ich die Bezeichnung „Freunde“ für die USA durch unsere Volksvertreter als aus Angst geboren. Die Amerikaner haben schon immer ihre eigenen Interessen verfolgt.
Alfred Kronthaler
Bruckmühl