Zum Artikel „Grundsatzstreit um die Grundrente“ (Politikteil):
Typisch deutsch: Noch ist die Tinte nicht trocken hinsichtlich des zu Papier gebrachten Vorstoßes zur Grundrente und mehr von SPD-Bundesminister Hubertus Heil, da beginnt der Verriss des im Grundsatz her vernünftigen Vorschlages. Dass ein Vorschlag Schwachstellen hat, ist eine Binsenweisheit. Aber statt vehement Kritik daran zu üben und alles in Bausch und Bogen zu verdammen, sollten Politiker, Fachleute und zuständige Institutionen zuerst – unabhängig von Parteibuch und Wahlkampfgeplänkel – die durchaus vorhandenen Schwachstellen im Vorstoß des Arbeits- und Sozialministers offenlegen und konstruktiv nach sinnvollen Korrekturen und Verbesserungen suchen – so wie auch der Arbeitnehmerflügel der Union vorschlägt — und somit dem Vorschlag zumindest eine faire Chance geben. Das brisante Thema „Altersrente und Altersarmut“ darf nicht länger „unter den Teppich“ gekehrt werden. Hubertus Heil verdient durchaus Lob, dass er ein notwendiges Thema in der Öffentlichkeit sensibilisiert, welches uns die sich ändernde Demografie früher oder später ohnehin aufzwingen wird.
Jürgen Engelhardt
Stephanskirchen