Gesunden Lebensstil besser honorieren

von Redaktion

Zum Bericht „Kassenpatienten sollen schneller Arzttermine bekommen“ (Bayernteil):

Statt noch mehr Gelder in ein zunehmend krankheitsförderndes Versorgungssystem zu stecken, sollte man endlich die Bürger honorieren, die selbst für einen gesunden Lebensstil sorgen und so einen Beitrag gegen überfüllte Wartezimmer leisten. Warum nicht endlich auch Beitragsrückerstattungen für Beitragszahler, die nicht unnötig ein krankes System unterstützen. Wenn wir schon innerhalb Europas zu den Ländern mit den meisten Arztbesuchen und Operationen gehören ohne dass mehr Gesundheit herauskommt, muss doch einiges im System krank sein. Mit einem weiteren Versorgungsgesetz werden weiterhin Verantwortungslosigkeit und Bequemlichkeit gefördert. Wenn primär repariert wird und Symptome nur oberflächlich behandelt werden, wird der Blick für Krankheitsursachen nicht selten verdeckt, so dass unterschwellig neue Krankheiten heranreifen. Verständlich, dass die herrschenden und gut verdienenden Kräfte im „Gesundheitsunwesen“ mehr Interesse an ihren Profiten haben als an mitdenkende Patienten und an ganzheitlichen Heilungsansätzen. Mehr Arztbesuche können auch mehr Krankheiten produzieren und lukrative Patienten krank halten. Dies geschieht nicht selten bei Privatpatienten und Staatsdienern, bei denen der Staat auch noch Beihilfe leistet, wenn sich ärztliche Eingriffe hier besonders lohnen. So trägt der Staat auch noch dazu bei, dass ländliche Regionen von Ärzten gemieden werden, wo es tatsächlich oft an notwendigen medizinischen Einrichtungen fehlt. Aus Angst vor Wählerverlust hüten sich unsere tonangebenden Parteien aber seit Jahren vor unbequemen Entscheidungen und unterstützen ein Versorgungssystem, das immer mehr kostet und neue Krankheiten wie Pflegefälle hervorbringt.

Simon Kirschner

Gaimersheim

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