Zum Artikel „JU-Chef beklagt ,Gleichschaltung’ der CDU“ (Politikteil):
Schade, dass der neue JU-Vorsitzende Tilman Kuban nicht schon früher aufgetaucht ist. Denn solche jungen Menschen, die auch mal provozieren, braucht die Politik. Junge Menschen, die sich trauen, gegen den Strom zu schwimmen, und die ihre Meinung sagen. Das ist das, was in den letzten Jahren von den Menschen vermisst wurde. Annegret Kramp-Karrenbauerwarb selbst für ein bisschen mehr Anarchie und frischen Wind, und der kommt von einem JU-Chef, der dazu noch mutig genug ist, es umzusetzen.
Kuban spricht deutlich an, was in Deutschland im Argen liegt, und dass Frau Merkel nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen habe. Da wäre die Flüchtlingspolitik, in der „Merkel viel früher ein Stoppsignal hätte setzen müssen“. Ihre Politik sei auch juristisch fragwürdig gewesen. Auch der von Merkel vorangetriebene Atomausstieg sei ein Fehler gewesen, weil er nicht in eine europäische Lösung eingebettet worden sei. Sichere deutsche Meiler seien abgeschaltet worden, weniger sichere ausländische Meiler hingegen weiter am Netz geblieben. Nach Fukushima sei eine emotionale Entscheidung getroffen worden, „obwohl sich die Sicherheitslage in Deutschland nicht verändert hatte.“ Dieser junge JU-Vorsitzende hat wirklich den Nerv getroffen – und das war auch gut so! Tilman Kuban hat es verdient, dass man ihm zuhört und nicht gleich alles wieder infrage stellt.
Ingrid Ehlers
Aschau/Chiemgau